Fünf Tote nach Gewalteskalation in Bangkok

publiziert: Freitag, 14. Mai 2010 / 07:21 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Mai 2010 / 15:47 Uhr

Bangkok - Angesichts der Eskalation der Gewalt in der thailändischen Hauptstadt Bangkok wächst die Angst vor einem Bürgerkrieg. Bei Zusammenstössen zwischen Armee und Demonstranten wurden mindestens fünf Personen getötet.

Bei den Zusammenstössen kamen mindestens fünf Menschen ums Leben.
Bei den Zusammenstössen kamen mindestens fünf Menschen ums Leben.
5 Meldungen im Zusammenhang
Soldaten der thailändischen Armee feuerten auf Anhänger der oppositionellen Rothemden. Nach einer Bilanz von Spitälern in der Haupstadt wurden dabei fünf Personen getötet, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Regierung liess das von den Demonstranten seit Wochen besetzte Geschäftsviertel vollständig abriegeln und stellte den Strom ab. Die Soldaten marschierten in Richtung der Rothemden, setzten Tränengas ein und feuerten Gewehrsalven ab.

Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, schossen die Soldaten auch direkt in die Menge. Oppositionsanhänger verschanzten sich hinter Barrikaden, zündeten einen unbesetzten Polizeibus an und zerstörten Armeefahrzeuge und Wasserwerfer.

Über 45 Menschen verletzt

Nach Angaben von Rettungskräften wurden bei den gewaltsamen Zusammenstössen mehr als 45 Menschen verletzt, darunter auch drei Medienschaffende. Bereits am Donnerstag war ein Demonstrant erschossen worden und mindestens elf weitere verletzt worden. Seit Beginn der Krise Mitte März kamen über 30 Menschen ums Leben. Mehr als 1000 Menschen wurden verletzt.

Die Demonstranten gehören mehrheitlich der verarmten Landbevölkerung an und sind Anhänger des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra.

Sie werfen Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva vor, allein im Dienste der Eliten zu stehen, und fordern seinen Rücktritt und Neuwahlen. Der im Exil in Dubai lebende Thaksin hatte noch am Freitag zu einer friedlichen Lösung aufgerufen.

(ade/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bangkok - Ein Gericht in Thailand hat die Verhaftung von Ex-Ministerpräsident ... mehr lesen 1
Das Gericht erlässt einen Haftbefehl gegen den Ex- Premier Thaksin Shinawatra.
Bangkok - Nach dem Einmarsch ... mehr lesen 7
Bangkok - In Bangkok hat es erstmals seit drei Tagen eine Art Atempause bei den ... mehr lesen
Für Montag und Dienstag kündigte Abhisit zwei arbeitsfreie Tage in Bangkok an. (Archivbild)
Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva zog sein Angebot an die Demonstranten zurück, für den Herbst eine vorgezogene Neuwahl anzusetzen.
Bangkok - Die Gewalt in der ... mehr lesen 5
Bangkok - Thailands Regierung will ... mehr lesen
Thailands Rothemden weisen das Ultimatum zum Ende der Blockade zurück. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Als Peter Achten am 26. März verstorben ist, ging einer der grossen Journalisten der Schweiz von uns. Ein Journalist, der, als news.ch noch aktiv publizierte, auch sechs Jahre für VADIAN.NET tägig war und zwischen 2010 und 2016 gute 300 Kolumnen über China, Vietnam, Birma und Asien im Allgemeinen für uns verfasst hat. mehr lesen 
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 16°C 21°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Basel 18°C 23°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
St. Gallen 15°C 18°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 16°C 21°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Luzern 17°C 20°C bedeckt mit Gewitternleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
Genf 17°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Lugano 16°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten