«Fünfte Schweiz» will eigenes Gesetz
publiziert: Samstag, 21. Aug 2010 / 19:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Aug 2010 / 21:06 Uhr
Die im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer spielten «eine immer wichtigere Rolle, sagte Micheline Calmy-Rey.
Die im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer spielten «eine immer wichtigere Rolle, sagte Micheline Calmy-Rey.

St. Gallen - Die Auslandschweizer spielten eine immer wichtigere Rolle, sagte Bundesrätin Micheline Calmy-Rey am 88. Auslandschweizer-Kongress in St. Gallen. Sie zeigte deshalb Sympathien für ein eigenes Gesetz für die «Fünfte Schweiz».

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Im Zentrum des Kongresses stand die politische Mitsprache der rund 700'000 Auslandschweizer in ihrem Heimatland. 400 Auslandschweizer aus 48 Ländern haben am Wochenende daran teilgenommen.

Weil bereits jeder zehnte Schweizer im Ausland lebt und es immer mehr werden, wollen die Auslandschweizer ihre politische Mitsprache verbessern. Dazu fordern sie ein eigenes Gesetz, das die Rechte und Pflichten der rund 130'000 stimmberechtigten Auslandschweizer regelt.

Politischer Einfluss der Auslandschweizer

Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde am Freitag durch den Auslandschweizerrat (ASR), dem Parlament der Auslandschweizerorganisation, verabschiedet. Laut einer Mitteilung des ASR soll der Gesetzesentwurf noch in diesem Jahr den Bundesbehörden vorgelegt werden.

Für dieses Gesetz für die «Fünfte Schweiz» sprach sich auch Aussenministerin Micheline Calmy-Rey aus, die am Samstag in St. Gallen zu den 400 Auslandschweizern aus aller Welt sprach.

Sie sei gespannt auf die Vorschläge des Kongresses, sagte die Bundesrätin. Die im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer spielten «eine immer wichtigere Rolle, sie gewinnen an politischem Einfluss und wollen am politischen Leben unseres Landes teilhaben», sagte sie.

Ein virtueller 27. Kanton

Die Zahl der Auslandschweizer sei stark gestiegen, von rund 580'000 im Jahr 2000 auf genau 684'974 Auslandschweizer im Jahr 2009. 130'000 im Ausland lebende Schweizer haben sich in Stimmregister eintragen lassen, damit sie in der Schweiz abstimmen können.

Am Kongress vorgestellt wurde auch das neue soziale Netzwerk der Auslandschweizerorganisation. Die Online-Plattform nennt sich SwissCommunity.org und soll den Kontakt der Auslandschweizer untereinander fördern und ihre Verbindung zur Schweiz stärken.

(fkl/sda)

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hoi mirage
also ich weiss nicht so recht, aber ich glaub jetzt hast du ein bisschen übers ziel hinaus geschossen.
wenn ich deinen beitrag so lese, bekomm ich denn eindruck, dass du noch nicht viel im ausland warst bzw. noch nicht mit vielen leuten zu tun gehabt hast die sich in vergleichbaren situationen befinden.
was ist mit diplomaten und botschaftsangestellten beispielsweise die im dienste ihres vaterlandes (bewusst mal so patriotisch ausgedrückt) in einem anderen land leben?
was ist mit arbeitsangestellten eines internationales konzerns welche zum beispiel ihre erfahrung und know-how wärhend jahren in einer neuen fabrik in china oder indien weitergeben?
(die strategie produktion in "billig"-länder zu verlegen möchte ich mal hier nicht besprechen, es geht mir und ihnen ja auch um die angestellten bzw. die auslandschweizer)
was ist mit aussendienstangestellten welche für mehrere jahre im dienst einer schweizer firma beispielsweise ein kraftwerk oder eine grössere produktionsanlage bauen im ausland?
zu guter letzt noch... gerade in der schweiz wird ja immer über einen hohen ausländeranteil geklagt... vielleicht setzen sie sich mal mit einigen unsere ausländer zusammen und fragen ihn wie das bei ihm so aussehe.
wieso sollte ein gut ausgebildeter deutscher, welcher in der schweiz einen höheren lohn bekommt als in deutschland, nicht mehr über die politik in deutschland mitreden können?
oder wieso sollte ein kroate der während dem damaligen krieg geflüchtet, heute nicht über sein touristisch beliebtes land mitbestimmen können?
oder wieso sollte ein bulgare der in seinem land kein job findet und in der schweiz gerne als handlanger angestellt wird nicht mehr die politik in bulgarien beeinflussen?

also bitte ziehe nicht so über deine miteidgenossen her. sie sind schliesslich auch im besitz des über alles heiligen rote büchleins... unser schweizer pass.
Geht's noch!?
Es kann doch nicht sein, dass ein ausgewanderter Schweizer über unsere Politik mitreden wollen resp. mitentscheiden wollen! Mitreden kann jeder, welcher in der Schweiz wohnt und dort auch Steuern bezahlt, aber mit Sicherheit keiner, welcher im Ausland wohnt. Hallo?! Es kann doch nicht sein, dass jemand über unsere Politik mitentscheiden könnte, welcher nicht in der Schweiz wohnt. Das würde ich als schweizer Bürger nie erlauben und akzeptieren.
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