Fulvio Pelli: «Das Spiel lief wie vorgesehen»
publiziert: Mittwoch, 16. Sep 2009 / 10:46 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Sep 2009 / 12:48 Uhr

Bern - Nach Didier Burkhalters Wahl in den Bundesrat sagte FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli gegenüber dem Schweizer Fernsehen SF, die Wahl sei wie vorgesehen abgelaufen. «Die FDP-Fraktion ist froh, dass Didier Burkhalter gewählt wurde.»

Fulvio Pelli unterhält sich mit dem unterlegenen Urs Schwaller.
Fulvio Pelli unterhält sich mit dem unterlegenen Urs Schwaller.
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Didier Burkhalter werde ein sehr guter Bundesrat sein, sagte Pelli. «Das Spiel lief wie vorgesehen, die Fraktion hat gut gearbeitet», sagte Pelli.

Am Vorabend habe die FDP mit der SVP gesprochen. Dieses Gespräch sei zwar nicht einfach gewesen, aber es habe sich gezeigt, dass es sich lohne, der SVP Vertrauen zu schenken.

SVP-Präsident Toni Brunner bezeichnet die SVP nach der Wahl Burkhalters als Retterin der Konkordanz. Die CVP mit ihrem Angriff und die SP mit ihrer Unterstützung für Urs Schwaller hätten diese mit Füssen getreten, sagte er gegenüber Radio DRS.

Die SVP hätte den Genfer Liberalen Christian Lüscher im Bundesrat bevorzugt. Entscheidend sei dessen Rückzug gewesen. Es sei aber absehbar gewesen, dass die FDP voll zu Burkhalter halten würde.

Schwaller: Gestärkte CVP

Für Wahlverlierer Urs Schwaller geht die CVP gestärkt aus der Bundesratswahl hervor. «Wir werden offensiver den je politisieren», sagte er gegenüber SF. Seine Fraktion werde künftig noch klarer auftreten und den Finger auf heikle Punkte legen.

Schwaller zeigte sich als guter Verlierer: Er habe seine Chancen stets mit 50:50 eingeschätzt. Als SVP und FDP dann ein Päckchen geschnürt hätten, habe er gewusst, dass er nicht gewählt werde.

CVP-Präsident Christophe Darbellay sieht seine Partei nicht als Verliererin. «Wir haben nicht verloren, sondern nichts gewonnen, das ist ein grosser Unterschied», sagte er. Den Grund sieht er in der «ungenügenden Unterstützung der Linken».

Levrat: Kein Gesundheitspolitiker

Für SP-Präsident Christian Levrat war die Wahl des neuen Bundesrats sei weder eine Richtungs- noch eine Konkordanzwahl. Beide Kandidaten politisierten in der Mitte, sagte er gegenüber SF. «Aus linker Sicht konnte man beide mit guten Gründen vertreten.»

Burkhalter sei kein Gesundheitspolitiker, sondern ein Sicherheitspolitiker, gab Levrat gegenüber Radio DRS zu bedenken. Die SP werde mit Aussenministerin Micheline Calmy-Rey über einen allfälligen Departementswechsel sprechen.

Im Gegensatz zu Urs Schwaller habe Burkhalter keine grüne und soziale Ader, bemängelte Grünen-Präsident Ueli Leuenberger. Für die BDP ist Burkhalter dagegen eine gute Wahl.

(bert/sda)

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Für das Dep. d. Aeussern war sie zu unerfahren, das äusserte sich in ihren Entscheidungen, ihrem Auftreten und ihrem Handeln. Viele waren nicht glücklich mit ihr.
Ein Spiel – wie schade
200 Nationalverbrannte wählten hin und wählten her,
den Schwaller wollt am Ende niemand mehr.
Der Burkhalter ist's vom Neuenburger See,
Der kranken Kassen Zauberfee?
Die SVP am liebsten würd ihn in der Pfeiffe rauchen,
gabs doch in den eigenen Reihen keinen der zu gebrauchen.
Die CVP ist bei diesem Spiel der grosse Verlierer,
auch bekannt als SVPs Retourkutschenkassierer.
Nächstes Mal müssen vielleicht sogar zwei in den sauren Apfel beissen, welche Merz und Moritz heissen.
Wer andern eine Grube gräbt ...
Im Päckchen schnüren ist der Deutschfreiburger ja geübt. Dies der SVP / FDP nun anzukreiden und für die Niederlage verantwortlich zu machen, ist etwas zu billig. Hätte die Linke (SP, grün, CVP und alles, was dazu gehört) und die BDP aus Dankbarkeit geschlossen gewählt, so hätten wir jetzt eine Linksregierung. Aus taktischen Gründen inbezug auf die nächste Vakanz oder die Erneuerungswahl wurde jedoch darauf verzichtet. Zudem reichte das Beherrschen der französischen Sprache nicht, einen Deutsch- in einen Welschfreiburger zu verwandeln. Auch die SVP-Bauern haben das Spiel durchschaut. Das C stand dieses Mal nicht für Chamäleon. Wahltaktisch muss die CVP offenbar noch einiges hinzulernen.
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