Furrer untersucht Missbrauchsfälle in Heimen

publiziert: Freitag, 14. Mai 2010 / 10:39 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Mai 2010 / 12:08 Uhr
Markus Furrer ist Titularprofessor an der Universität Freiburg und Dozent für Geschichte an der PHZ.
Markus Furrer ist Titularprofessor an der Universität Freiburg und Dozent für Geschichte an der PHZ.

Luzern - Der Historiker Markus Furrer soll Missbrauchsfälle in ehemaligen Erziehungsanstalten sowie Kinder- und Jugendheimen im Kanton Luzern untersuchen. Er wurde laut Medienmitteilung des Gesundheits- und Sozialdepartementes mit der Aufarbeitung beauftragt.

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Die Luzerner Regierung reagiert damit auf eine steigende Zahl von Fällen von Missbrauch oder Gewalt, die erst jetzt bekannt geworden sind. In der Kritik stehen unter anderem das früher von Ingenbohler Schwestern geführte Heim in Rathausen oder die Anstalt in Knutwil.

Vorige Woche hatte die Regierung eine Anlaufstelle für Betroffene geschaffen. Sie klärt mit diesen ab, in welcher Form die Vorkommnisse aufgezeichnet und welche Massnahmen oder weiteren Schritte eingeleitet werden können.

Betroffene können sich melden

Jetzt wurde Markus Furrer mit der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen und brutalen Erziehungsmethoden in den ehemaligen Heimen von Kanton und Stadt Luzern beauftragt. Furrer ist Titularprofessor an der Universität Freiburg und Dozent für Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ).

«Wer das Bedürfnis und den Wunsch hat, seine Erlebnisse zu schildern, kann sich bei uns melden», wird Regierungsrat Guido Graf in der Mitteilung zitiert. Die Anrufe würden vertraulich behandelt. Wer eine weiterführende Hilfe in Anspruch nehmen möchte, dem würden die Möglichkeiten aufgezeigt.

(fkl/sda)

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