Fussball: Basel verliert 1:0 gegen La Coruña, hielt sich aber wacker

publiziert: Dienstag, 25. Feb 2003 / 21:16 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Feb 2003 / 23:16 Uhr

(Si) Dem ersatzgeschwächten FC Basel ist kein erneuter Coup gegen La Coruna gelungen. Im vierten Spiel der Zwischenrunde in der Champions League nahm Deportivo mit 1:0 erfolgreich Revanche für das 0:1 in Basel. Trotz Tristans frühem Tore herrschte beim FCB keine Tristesse.

Zwar 1:0 verloren, aber Trainer Christian Gross braucht sich nicht zu verstecken.
Zwar 1:0 verloren, aber Trainer Christian Gross braucht sich nicht zu verstecken.
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Mit der dritten Niederlage im vierten Spiel sind Basels Viertelfinal-Chancen minimiert worden, aber nach der Heimniederlage von Juventus gegen Manchester United sind sie dennoch weiter intakt. Ohne Captain und Abwehrchef Murat Yakin, der mit einer Grippe zu Hause blieb, und dem kurzfristigen Forfait von Mario Cantaluppi liess sich der Schweizer Meister vor 28 000 Zuschauer im fast vollbesetzten Riazor-Stadion nicht überrollen. Diego Tristans frühes Führungstor in der 4. Minute liess zwar eine Abfuhr wie in Valencia (2:6) und bei Juventus in Turin (0:4) erwarten, doch mit enormem Kampfgeist und Einsatz stemmte sich Basel den keineswegs berauschend aufspielenden und im Abschluss ungenügenden Galiciern entgegen. Und gegen Spielschluss, als Trainer Gross nach Rossi auch noch Tum eingewechselt hatte, verfehlten der Kameruner und Hakan Yakin den Ausgleich knapp.

In den beiden verbleibenden Spielen in zwei Wochen im Old Trafford in Manchester und in drei Wochen im St.-Jakob-Park gegen Italiens Rekordmeister Juventus besitzt der FCB nochmals Chancen, die Sensation wahr zu machen. Deportivo und Juventus haben erst vier Punkte auf ihrem Konto, Basel drei. Da ist noch alles möglich.

Der Schock nach 182 Sekunden

Nach Murat Yakin fiel auch Cantaluppi kurzfristig mit einer Grippe aus, so dass der FCB arg dezimiert im Riazor-Stadion einlief. Alexandre Quennoz ersetzte den Captain in der Zentralabwehr, sein Walliser Kumpel Sébastien Barberis übernahm Cantaluppis Part defensiven Mittelfeld. Noch hatte sich der FCB nicht abgestimmt, erfolgte nach 182 Sekunden der erste Schock. Hector zog eine Flanke vors Tor, Quennoz war nicht zur Stelle, Zuberbühler verfehlte, und Tristan profitierte. Der robuste und dribbelgewandte Torjäger, der am Samstag beim 6:0 gegen Alaves dreimal getroffen hatte, wurde im Hinspiel in Basel erst in der zweiten Halbzeit eingesetzt.

Basel erholte sich aber vom frühen Rückstand erstaunlich gut. Es zeigte eine Reaktion und liess sich vom offensiv starken Gegner nicht überrennen. Der FCB gelangte durch Gimenez, Varela und den aufgerückten Zwyssig sogar zu Chancen, vermochte diese aber infolge Präzisionsmängel im Abschluss nicht zu nutzen. Dabei zeigte sich die Abwehr der Galicier als keineswegs sattelfest. Deportivo hatte seine Stärken im Spiel nach vorne, wenn es in hohen Rhythmus über die Flanken vorstiess und seine torgefährlichen Stürmer Makaay und Tristan mit rasanten Sprints Löcher in die Hintermannschaft rissen.

Mit den Rentrées von Fran und auch von Valeron in der zweiten Halbzeit wurde La Corunas Offensivkraft noch stärker. Nochmals zu reüssieren vermochte der spanische Cupsieger aber nicht. Torhüter Zuberbühler, der mit Atouba, Zwyssig, Huggel und dem erneut sehr lauffreudigen Gimenez die besten Basler Zensuren verdiente, hielt dicht.

Klug und nicht nur passiv

Es wäre verfehlt zu behaupten, der taktisch von Trainer Gross klug eingestellte FCB hätte sich nur auf die Defensive beschränkt. Basel hat zwar von den Fehlern der verpassten Auswärtsspiele in Valencia (2:6) und gegen Juventus in Turin (0:4) gelernt, rannte nicht blind ins offensive Verderben, war aber beispielweise in der ersten Halbzeit öfter in Ballbesitz (52 gegen 48 Prozent) als der favorisierte Heimklub. Der knappe Rückstand veranlasste Trainer Gross sogar, vor Ablauf einer Stunde mit Rossi für Varela einen zweiten und mit Hervé Tum wenig später sogar einen dritten Stürmer einzuwechseln und alles auf eine Karte zu setzen. Hitzkopf Varela stand nach seiner Verwarnung nahe an einem Platzverweis. Er konnte seine Nerven in seiner Heimat kaum zügeln und war neben Chipperfield der schwächste Basler.

Der Druck des spanischen Cupsiegers nahm im nun völlig offenen Schlagabtausch zu. Das Team von Javier Irureta suchte die Entscheidung. Doch Duscher, Makaay, Amavisca oder Luque verpassten, der ausgezeichnete Atouba rettete, so dass bis zum Abpfiff in der 93. Minute gehofft werden durfte. Aus Basler Optik leider vergebens.

Christian Gross (Basel-Trainer): "Wir hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit sehr gute Möglichkeiten. Vorne konnten wir den Ball aber zuwenig halten. Die Leistung hätte besser sein müssen, um zu punkten. Ich versuchte mit meinen Einwechslungen die Offensive zu verstärken. Es mangelte uns aber an Abgeklärtheit. Es besteht dennoch eine kleine Chance zum Weiterkommen. Doch dafür müssen wir jetzt in Manchester punkten."

Sébastien Barberis (Basel): "Unsere Niederlage ist unverdient. Wir hatten selbst einige Möglichkeiten. Das Gegentor fiel leider zu früh. Insgesamt haben wir aber gut gespielt. Ein Punkt wäre dringelegen. Die System-Umstellung verlief positiv. Auf den Seiten verzeichneten die Spanier Probleme gegen uns. Und als wir wieder auf zwei Stürmer umstellten, kamen wir ebenfalls zu Möglichkeiten."

Deportivo La Coruña - Basel 1:0 (1:0)

Riazor. -- 28 000 Zuschauer. -- SR Bré (Fr). -- Tor: 4. Tristan 1:0.

La Coruña: Juanmi; Hector, Jorge Andrade, Naybet, Romero; Scaloni, Sergio, Duscher, Fran (59. Amavisca); Makaay (79. Luque), Tristan (69. Valeron).

Basel: Zuberbühler; Haas, Quennoz, Zwyssig, Atouba; Varela (57. Rossi), Barberis (73. Tum), Huggel, Chipperfield; Hakan Yakin; Gimenez.

Bemerkungen: La Coruña ohne Torhüter Molina, Cesar, Mauro Silva, Donato und Victor (alle verletzt). Basel ohne Murat Yakin und Cantaluppi (beide krank), Ergic und Esposito (beide verletzt) sowie Smiljanic (nicht spielberechtigt). 50. Europacupspiel von Zuberbühler. Verwarnung: 47. Varela (Foul).

(Peter Wyrsch/sda)

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