Fussball: CL - Stuttgart besiegt sich selber

publiziert: Mittwoch, 25. Feb 2004 / 23:15 Uhr

Der VfB Stuttgart hat seine Siegesserie auf eigenem Platz selbst beendet. Nach elf Europacup-Erfolgen unter Felix Magath in Serie unterlagen die Deutschen im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League dem FC Chelsea aus London mit 0:1.

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Zum Verlierer stempelten sich die aufopfernd, aber glücklos kämpfenden Schwaben selbst. Unbedrängt lenkte Verteidiger Fernando Meira einen Flankenball von Glen Johnson in der 12. Minute ins eigene Netz. Es war bereits die frühzeitige Entscheidung. Stuttgart rannte dem Rückstand vergeblich nach, weil im Abschluss ein Vollstrecker fehlte und die Londoner clever verteidigten.

Aufwand und Ertrag standen bei Stuttgart einmal mehr in keinem Verhältnis. Zu engmaschig und ungestüm wurden meist die Angriffe vorgetragen, in Strafraumnähe und im Sechzehner des dicht staffelnden Gegners fehlten Präzision und Durchschlagskraft. Die vom russischen Öl-Magnaten für 300 Millionen Franken zusammengekaufte Söldnertruppe tat nur das Notwendigste, verlegte sich aufs Kontern und verteidigte mit Konsequenz und Geschick.

Der vierte Awaysieg in Serie

Das Team von Claudio Ranieri kam so zum vierten Sieg im vierten Auswärtsspiel der Champions League in Serie und hat beste Chancen für den Vorstoss in die Viertelfinals im Rücksiel in 13 Tagen an der Stamford Bridge. Die "Blues" haben diese Saison in vier Awaypartien noch kein Tor eingefangen, deren acht erzielt, was für ihre Abwehr- und Konterstärken spricht.

Chelseas Führung aus dem Nichts

Ähnlich wie am Vortag Bayern München gegen Real Madrid begann auch der VfB Stuttgart unbekümmert, drückte den Gegner mit variantemreichem Flügelspiel in die Abwehr und übernahm derart das Spieldiktat. Silvio Meissner hiess der Mann der ersten Minuten. Er wagte den ersten Schuss, der knapp über die Latte flitzte, er besass mit einem Flachschuss, den Cudicini parierte, die erste Chance des Spiels. Erstmals stiessen die abwartend gestarteten "Blues" in der 12. Minute durch ihren Aussenverteidiger Glen Johnson vor, und schon lagen sie in Führung. Der Portugiese Fernando Meira lenkte den Flankenball des Londoners ins eigene Tor. Aus dem Nichts war Chelsea in Führung gegangen und agierte in der Folge noch vorsichtiger.

Stuttgart, das ohne die nicht spielberechtigten Schweizer Hakan Yakin und Marco Streller antrat, liess sich aber nicht beirren. Weiter wurde mit viel Einsatz Angriffsfussball gespielt. Wayne Bridge rettete nach einem Kopfball von Meissner auf der Linie. Der auffällige Weissrusse Alexander Hleb, der mit Horst Heldt viel Gefahr über die linke Flanke brachte, hatte erneut die Vorarbeit geleistet. Chelsea verlegte sich ganz auf Sicherheit und Konterangriffe. Chelsea ging mit einem Vorsprung in die Pause, ohne selbst einmal das gegnerische Tor getroffen zu haben.

Auch in der zweiten Halbzeit beschränkten sich die Londoner auf die Spielkontrolle und zeigten wenig Aktion, nur Reaktion. Wenig war insgesamt von Hernan Crespo zu sehen. Der Argentinier, der in 50 Europacupspielen schon 25 Treffer geschossen hatte, war bei den Stuttgarter Innenverteidigern Meira und Bordon abgemeldet. Ansprechend gespielt, aber verloren zu haben, wird für Stuttgart und dessen Trainer Felix Magath ein schwacher Trost sein.

VfB Stuttgart - Chelsea London 0:1 (0:1)

Gottlieb-Daimler-Stadion. -- 42 000 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Vassaras (Grie). -- Tor: 12. Meira 0:1 (Eigentor).

Stuttgart: Hildebrand; Hinkel, Meira, Bordon, Lahm; Meissner (46. Tiffert), Soldo, Heldt (66. Cacau), Hleb; Kuranyi, Szabics.

Chelsea: Cudicini; Johnson, Gallas, Terry, Bridge; Geremi, Lampard, Makelele, Groenkjaer (66. Duff); Gudjohnsen (73. Hasselbaink), Crespo (89. Cole).

Bemerkungen: Stuttgart ohne die beiden Schweizer Streller und Hakan Yakin (beide nicht spielberechtigt), Chelsea ohne Petit, Veron und Mutu (alle verletzt). Verwarnungen: 26. Lampard, 29. Makelele (beide wegen Fouls), 58. Cudicini (Spielverzögerung), 65. Bordon, 87. Johnson (beide wegen Fouls).

(von Peter Wyrsch, Stuttgart/Si)

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