Fussball: Champions League - Neues Format, alte Favoriten

publiziert: Montag, 15. Sep 2003 / 17:48 Uhr

Titelverteidiger Milan, das königliche Star-Ensemble aus Madrid, Manchester United und Juventus Turin sowie die im Vorjahr gescheiterten Bayern sind die heissen Anwärter auf den Gewinn der Champions League.

Das Finale vom Vorjahr: Milans Gennaro Gattuso gegen Juves Gianluca Zambrotta.
Das Finale vom Vorjahr: Milans Gennaro Gattuso gegen Juves Gianluca Zambrotta.
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Auch in der attraktiven Königsklasse musste abgespeckt werden: Die Anzahl der Partien wurde von 157 auf 125 reduziert.

Waren bisher 17 Spiele bis zum Titelgewinn nötig, so steht der 12. Champions-League-Gewinner seit der Inkraftsetzung des neuen Formats am 26. Mai 2004 in der Gelsenkirchner Arena "AufSchalke" bereits nach 13 Begegnungen fest.

Die zweite Gruppenphase im Frühling gibt es nicht mehr, künftig beginnt nach den Gruppenspielen gleich die attraktive K.o.-Runde mit den Achtelfinals.

"Wir haben das Produkt reduziert, um den Marktwert zu steigern", begründet UEFA-Generaldirektor Gerhard Aigner den Rückschritt, der auch auf Druck verschiedener Klubs zustande gekommen ist.

Leistungsabfall

Die starke Belastung der einzelnen Spieler zusammen mit Meisterschafts- und Länderspielterminen hat in der Vergangenheit zu einem Leistungsabfall und einer Verletzungsflut geführt.

Weil es nun weniger Spiele sind, gibt es für die Vereine aber auch weniger zu verdienen. Für einen Sieg sind zwar weiterhin 500 000 Franken, für ein Unentschieden 250 000 Franken ausgesetzt, doch mussten die Gelder aus dem TV-Rechte-Verkauf um 13 Prozent auf rund 850 Millionen Franken gekürzt werden.

Zum 9. Mal ohne die Schweiz

32 Mannschaften aus 15 Ländern haben sich die Teilnahme an der neuen Champions League verdient. Die Top-Nationen Spanien und Italien können gleich vier Teams ins Rennen schicken. England, Frankreich und das erstaunliche Griechenland sind mit je drei Klubs vertreten.

Deutschland ist nach dem kläglichen Scheitern von Borussia Dortmund zusammen mit Schottland, Belgien, Holland und der Türkei mit lediglich zwei Teams vertreten.

Nicht im Teilnehmerfeld figuriert zum 9. Mal seit 1992 die Schweiz, nachdem Meister Grasshoppers dem AEK Athen in der Qualifikationsrunde unnötig unterlegen war.

Die Anwärter auf den begehrtesten Titel im Klubfussball sind trotz allen Änderungen die gleichen geblieben. Die 32 Trainer aller teilnehmenden Vereine haben Real Madrid (bisher 9 Titel), die AC Milan (6), Bayern München (4), Juventus Turin (2) und Manchester United (2) als heisseste Titelanwärter auserwählt.

Hit in Madrid zum Auftakt

Gleich am ersten Spieltag kommt es am Dienstag zu einem absoluten Topspiel. Rekordsieger Real Madrid beginnt die Saison mit dem Heimspiel gegen Olympique Marseille, dem meistgenannten Titelanwärter in der französischen Ligue 1.

Die Südfranzosen gewannen vor zehn Jahren den ersten Champions-League-Wettbewerb mit einem Finalsieg über den aktuellen Titelverteidiger AC Milan. In den letzten drei Saisons war der französische Traditions- und Skandalverein aber nicht in der Königsklasse vertreten.

Real Madrid jedoch gewann die Champions League zuletzt stets in den geraden Jahren (1998/2000/2002) und möchte diese "Tradition" im nächsten Frühling fortführen.

"Jetzt sind wir wieder an der Reihe", fordert Real-Topskorer Raul, der in den letzten acht Tagen gleich fünfmal erfolgreich war.

Beckham und Chelsea im Rampenlicht

Neben Beckham und den Königlichen erhebt am ersten Spieltag der FC Chelsea am meisten Anspruch auf Aufmerksamkeit.

Die Londoner investierten diesen Sommer dank dem russischen Öl-Milliardär Roman Abramowitsch rund 275 Millionen Franken in zwölf neue Spieler.

Kann man mit Geld den Erfolg erkaufen? Real Madrid und Bayern München scheiterten letzte Saison an den hohen Ansprüchen, Chelsea muss heute beim unbequemen Sparta Prag den ersten Reifetest ablegen.

(bert/Si)

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