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Fussball: Der Champion und seine Startprobleme

publiziert: Freitag, 18. Jul 2003 / 16:51 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Jul 2003 / 22:29 Uhr

Die Grasshoppers stehen nach der 0:1-Niederlage gegen Xamax unter Druck. In Aarau muss der Meister in der 2. Runde der Super League gewinnen. Sonst ergeht es ihm wie vor einem Jahr dem FC Basel, der nach harzigem Start in arge Schieflage geriet.

GC gegen Aarau.
GC gegen Aarau.
In den beiden anderen Partien des 2. Spieltages empfängt Xamax das in der Startrunde von den Young Boys deklassierte St. Gallen und gibt Lucien Favre sein Heimdebüt als Trainer des FC Zürich ausgerechnet gegen Servette. Bei den Genfern war der Romand als Spieler und Coach insgesamt elf Jahre unter Vertrag gestanden. Die Begegnungen YB - Basel und Wil - Thun finden erst am Dienstag statt.

Der Blick in die Vergangenheit beweist es: Wenn sich GC zum Champion hatte krönen lassen, fiel der Start zur folgenden Spielzeit jeweils schwer. Nach den sechs Meistertiteln zwischen 1990 und 2001 verloren die Zürcher danach dreimal zum Saisonauftakt.

1990 gelang den Grasshoppers die Titelverteidigung trotz des 1:2 im Derby gegen den damaligen Aufsteiger FCZ doch noch. Ein Jahr später begann GC sogar mit einer 0:4-Pleite in Aarau. In den Saisons 1995/96 und 96/97 holten die Hoppers aus den ersten beiden Partien jeweils nur einen Punkt.

Mangelnde Anspannung

Trainer Marcel Koller ist von dieser Bilanz keineswegs überrascht: "Wenn man bis zum Schluss um den Titel spielt und diesen sogar gewinnt, fehlt zu Beginn der neuen Saison oft die nötige und richtige Anspannung", erklärte der Zürcher die Startprobleme, die er zu Beginn der Neunzigerjahre auch schon als Spieler von GC erlebt hatte.

Gleichwohl war Koller von der Leistung seiner Mannschaft beim 0:1 gegen Xamax vor drei Tagen "schwer enttäuscht". Die Pleite gegen die Romands will er indes nicht nur mit mentaler Leere und fehlender Anspannung erklären. "Wir haben zu wenig schnell gespielt und den Ball nicht mit Druck vor das gegnerische Tor gebracht. Dies vereinfachte natürlich die Abwehrarbeit des ultradefensiven Xamax."

Koller hofft, dass seine Spieler in Aarau mehr Platz haben werden. "Aarau agiert vor eigenem Publikum sicher offensiver als Xamax am Mittwoch bei uns. In einem Heimspiel kann man nicht nur verteidigen. Und so werden wir mehr Raum vorfinden, was uns die Aufgabe möglicherweise erleichtert."

Fehlender Rhythmus

Müsste aber von einem Meisterteam, das in ein paar Wochen die Tür zur Champions League aufstossen will, nicht erwartet werden, dass es bescheidene nationale Gegner dominiert, auch wenn diese nur das eigene Tor verbarrikadieren?

"Wir haben in der letzten Saison mehrmals bewiesen, dass wir uns auch gegen sehr defensive Mannschaften Torchancen erspielen. Gegen Xamax fehlte uns noch der Rhythmus. Zudem stimmten die Automatismen noch nicht, weil ich erst seit einer Woche mit dem ganzen Kader trainieren kann", so Koller.

Koller lässt sich nach dem Ausrutscher nicht aus der Ruhe bringen. Die Zeit soll für die Zürcher arbeiten und die Niederlage gegen Xamax "ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit" sein. "Jetzt gilt es nach vorne zu blicken. Es kann nur besser werden."

Die Spiele der 2. Runde

Aarau - Grasshoppers (letzte Saison: 2:3, 0:3). -- Samstag, 19.30 Uhr. -- SR Wildhaber. -- Absenzen: Opango (rekonvaleszent nach Schlüsselbein-Operation); Tararache (gesperrt, 2. und letzte Sperre), Jaggy (verletzt) und Alfred (Freigabe des nigerianischen Verbandes fehlt noch). -- Fraglich: keiner; Castillo.

Bemerkungen: Bei Aarau kann der von Baden gekommene brasilianische Verteidiger Edilson erstmals eingesetzt werden. Der polnische Spielmacher Marek Citko hat noch einen Trainingsrückstand und wird erneut nur zu einem Teileinsatz gelangen.

Meister GC, der von den letzten vier Partien in Aarau zwei verlor, fehlen wie bei der Startniederlage gegen Xamax (0:1) der gesperrte Mittelfeldspieler Mihail Tararache sowie Alfred, der vom nigerianischen Verband noch keine Freigabe erhielt.

Zudem dürfte Pascal Castillo ausfallen, der gegen Xamax einen Schlag auf den Oberschenkel erhielt und schon zur Pause ausgewechselt wurde. Kann Castillo spielen, wäre es der 200. Einsatz des Innenverteidigers in der höchsten Spielklasse.

Neuchâtel Xamax - St. Gallen (1:0, 2:0). -- Samstag, 19.30 Uhr. -- SR Meier. -- Absenzen: keiner; Imhof (bei der Nationalmannschaft Kanadas, kommt am Montag zurück) und Naldo (nicht spielberechtigt). -- Fraglich: Naoki und Margairaz (beide noch nicht spielberechtigt); Barnetta.

Bemerkungen: Beide Mannschaften starteten am Mittwoch mit unerwarteten Resultaten. Während Xamax bei Meister GC 1:0 gewann, wurde St. Gallen zu Hause von YB 1:4 deklassiert.

Trotz der Pleite gegen die Berner wird St. Gallens Trainer Heinz Peischl die Startformation nur marginal verändern. Moreno Merenda dürfte als zweiter Stürmer neben Alex von Beginn weg eingesetzt werden. Die Ostschweizer haben seit 1990 in Neuenburg in 18 Partien nur einmal gewonnen (3:0 am 16. April 2000), aber 13mal verloren.

Zürich - Servette (3:1, 0:2, 1:2, 5:2). -- Samstag, 19.30 Uhr. -- SR Petignat. -- Absenzen: keiner; Thurre (fällt noch drei bis vier Wochen aus) und Fournier (beide verletzt). -- Fraglich: Nef, Yasar und Stanic (kamen am Donnerstag in einem Testspiel der U21-Equipe 60 Minuten zum Einsatz); keiner.

Bemerkungen: Der FCZ will die spielerisch gute Leistung vom Mittwoch in Basel (1:2) gegen Servette bestätigen. In der letzten Saison haben die Zürcher gegen die "Grenats" in den beiden Heimspielen acht Treffer erzielt; fünf davon markierte Alhassane Keita.

So viele Tore schoss der FCZ in der vergangenen Spielzeit sonst nur gegen YB. FCZ-Trainer Lucien Favre, der als Aktiver neun Jahre und als Trainer zwei Saisons bei Servette engagiert war, kann den linken Aussenverteidiger Ivan Dal Santo erstmals von Beginn weg einsetzen.

Bei Servette könnten Massimo Lombardo und Paolo Diogo in der Startformation figurieren. Sie zeigten gegen Wil (3:1) bei ihren Teileinsätzen gute Leistungen und waren an den beiden entscheidenden Toren beteiligt.

Die Partien Young Boys - Basel und Wil - Thun finden am Dienstag, 22. Juli, um 19.30 Uhr statt.

Tabelle

1. Young Boys 1 1 0 0 4:1 3 2. Servette 1 1 0 0 3:1 3 ----------------------------------------- 3. Basel 1 1 0 0 2:1 3 4. Neuchâtel Xamax 1 1 0 0 1:0 3 ----------------------------------------- 5. Aarau 1 0 1 0 1:1 1 Thun 1 0 1 0 1:1 1 7. FC Zürich 1 0 0 1 1:2 0 8. Grasshoppers 1 0 0 1 0:1 0 ----------------------------------------- 9. Wil 1 0 0 1 1:3 0 ----------------------------------------- 10. St. Gallen 1 0 0 1 1:4 0

(bert/Si)

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