Fussball: EM-Qualifikation, Schweiz will in Dublin ihre Ungeschlagenheit bewahren

publiziert: Dienstag, 15. Okt 2002 / 17:28 Uhr

Die Ausgangslage vor dem zweiten EM-Ausscheidungsspiel der Schweizer Nationalmannschaft innert fünf Tagen gegen Irland hat sich gegenüber dem Spiel gegen Albanien geändert. Unter Erfolgsdruck steht vor allem der favorisierte Gastgeber.

Die Schweizer Nationalmannschaft posiert vor dem Abflug nach Irland.
Die Schweizer Nationalmannschaft posiert vor dem Abflug nach Irland.

Erstmals in dieser EM-Qualifikation tritt die Schweiz heute Abend (20.30 Uhr Schweizer Zeit) im Lansdowne-Road-Stadion in Dublin nicht als Favorit an. Im Heimspiel gegen Georgien (4:1) war ein Sieg Pflicht, und in Albanien (1:1) wurde am letzten Samstag das Minimalziel erreicht.

Auch wenn nach dem späten Ausgleich der Albaner über den entgangenen Sieg in Tirana lamentiert werden darf: Noch viel wichtiger als die dort verlorenen Punkte sind jene, die man heute in Dublin gewinnen kann. "Mit einem Unentschieden wären wir wohl eher zufrieden als die Iren", sagte Kuhn bei der gestrigen Pressekonferenz vor grosser Journalistenschar.

Im EM-Fahrplan bleiben

Mit einem Remis bliebe die Schweiz nicht nur im Fahrplan Richtung EM 2004, sondern hätte auch einen direkten Konkurrenten um die beiden ersten Gruppenplätze zurückbinden können. Irland verlor seine erste Ausscheidungspartie in Russland mit 2:4 und steht nun im ersten Heimspiel unter grossem Erfolgsdruck. Einiges spricht jedoch dafür, dass die Iren diesem Druck gewachsen sein werden: Ein einziges Mal vermochte die Schweiz in Dublin bisher zu gewinnen, der 1:0-Erfolg dank einem Treffer von Fredy Bickel liegt aber beinahe 54 Jahre zurück. Danach setzte es nur noch Niederlagen ab.

Seit 1995 ungeschlagen

Nicht nur die Schweiz präsentierte sich jedoch in den letzten Jahren in Dublin äusserst erfolglos: Seit 1995 (1:3 gegen Österreich) hat Irland kein einziges Heimspiel mehr verloren. Wie stark die irische Nationalmannschaft unter Coach Mick McCarthy geworden ist, verdeutlicht auch ein Blick zurück auf die letzten zwölf Monate. Vor einem Jahr qualifizierte sich Irland als Gruppenzweiter hinter Portugal für die WM in Asien und liess dabei das holländische Weltklasseteam hinter sich. In Südkorea und Japan blieben die Iren gegen Kamerun (1:1), Deutschland (1:1) und Saudi-Arabien (3:0) ungeschlagen und schieden in den Achtelfinals gegen Spanien nach einem 1:1 erst im Penaltyschiessen (2:3) aus.

"Ich war tief beeindruckt vom Enthusiasmus dieses Teams", blickt Kuhn auf diese WM-Partien zurück, die er teilweise live vor Ort miterlebt hatte. In der Matchvorbereitung hat er nun seine Mannschaft insbesondere vor den beiden Stürmern Robbie Keane und Damien Duff gewarnt: "Die rackern und kämpfen um jeden Ball." Kuhn bereitet sein Team auf einen Abnützungskampf vor, den die Schweiz nur bestehen könne, wenn sie möglichst weit weg vom eigenen Tor agiere.

Zwei Änderungen möglich

Kuhn wollte gestern partout nicht verraten, wie er gegen Irland spielen will. Zu entlocken war ihm einzig, dass er über zwei personelle Retuschen nachdenkt. "Von meiner Grundidee, wie ich den Fussball spielen lassen will, rücke ich aber nicht so schnell ab." Kuhn erwägt Änderungen wegen der starken körperlichen Belastung, die viele seiner Spieler in den letzten Wochen durchmachten. Geht man von diesem Ansatz aus, stehen Spieler wie Ludovic Magnin, Bernt Haas, Hakan Yakin oder auch Ricardo Cabanas zur Diskussion. Am ehesten wahrscheinlich ist ein Wechsel der Aussenläufer Haas oder Magnin. Remo Meyer und Bruno Berner wären die Alternativen.

Für Cabanas könnte auch Massimo Lombardo auf der rechten Seite spielen, und für Hakan Yakin wäre Mario Cantaluppi in einer defensiveren Position denkbar. Weil Kuhn sein Gefüge aber nicht durch zu viele Umstellungen destabilisieren will, ist es auch gut möglich, dass die gleiche Formation wie am Samstag in Tirana beginnen wird.

Irland - Schweiz. -- Mittwoch, 16. Oktober, 20.30 Uhr Schweizer Zeit. -- Lansdowne-Road-Stadion in Dublin. -- Die voraussichtlichen Startformationen:

Irland: Given (Newcastle); O´Shea (ManU), Cunningham (Birmingham), Breen (West Ham), Harte (Leeds); Kelly (Leeds), Holland (Ipswich), Kinsella (Aston Vil

la), Kilbane (Sunderland) oder Duff (Blackburn); Robbie Keane (Tottenham), Duff oder Morrison (Birmingham).

Schweiz: Stiel; Haas (Meyer), Murat Yakin, Müller, Ludovic Magnin (Berner); Cabanas (Lombardo), Vogel, Wicky; Hakan Yakin (Cantaluppi); Frei, Chapuisat.

(mk/sda)

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