Fussball: GC mit viel Mühe

publiziert: Samstag, 20. Sep 2003 / 22:18 Uhr

Die Super-League-Teams gaben sich in der 1. Hauptrunde des Swisscom Cup keine Blösse und erreichten allesamt die Sechzehntelfinals. Nur Bellinzona, Chiasso und Delémont aus der Challenge League liessen sich erwischen.

Glück gehabt Marcel Koller: Im Swisscom Cup gegen YF Juventus hatte seine Mannschaft Mühe sich durchzusetzten.
Glück gehabt Marcel Koller: Im Swisscom Cup gegen YF Juventus hatte seine Mannschaft Mühe sich durchzusetzten.
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Am meisten Probleme bekundete Schweizer Meister Grasshoppers, der vor der nächsten Krise steht. Scheitern könnte einzig noch Servette, das erst am Sonntag gegen Zweitligist Collex-Bossy antritt.

Von den am Samstag im Einsatz stehenden Super-League- und Challenge-League-Vertretern liessen sich einzig Aufsteiger Chiasso, Bellinzona und NLA-Absteiger Delémont von unterklassigen Gegnern erwischen.

Chiasso unterlag Zweitligist Stabio im Nachbarduell mit 2:3 nach Verlängerung, Delémont verlor beim Erstligisten Wangen bei Olten mit 0:2 und Bellinzona scheiterte in Herisau beim interregionalen Zweitligisten ebenfalls mit 0:2.

Eklat um GC-Topskorer Nuñez

Die Schlüsselszene im Hardturm, wohin die Partie zwischen GC und YF Juventus aus organisatorischen Gründen verlegt wurde, hatte sich bereits vor dem Anpfiff abgespielt: Topskorer Richard Nuñez weigerte sich, auf der Ersatzbank Platz zu nehmen und provozierte damit einen Eklat mit derzeit noch unvorhersehbarem Ende.

Auf dem Terrain liess das krisengeschüttelte GC selbst gegen den auf dem Papier um zwei Klassen schlechteren Kontrahenten erhebliche Mängel erkennen. Bei Gleichstand verhinderte Goalie Fabrice Borer mit einer Schlüsselparade gar einen durchaus möglichen Rückstand, als er den früheren FCZ-Stürmer Fredy Chassot stoppte.

Und als die Hoppers glaubten, mit einem verwandelten Freistoss von Jose Manuel Chatruc (27.) und einem Eigentor der Juventini aus Altstetten (33.) innerhalb von sechs Minuten die beruhigende Differenz gelegt zu haben, schloss Chassot in der 62. einen Konter zum 1:2 ab.

Umständlich, ohne jegliche Inspiration, bis in die Fussspitzen verunsichert und ganz einfach schwach stellte sich GC danach an. Die 1400 Zuschauer trauten wohl ihren Augen nicht, dass der vor wenigen Monaten gefeierte Rekordchampion gegen die Zürcher Kopie der "Vecchia Signora" zwei glückhafte Treffer zur Qualifikation für die nächste Runde benötigte.

YB erst in der Schlussphase

Einige Probleme bekundeten auch die Young Boys gegen Collombey-Muraz aus der interregionalen 2. Liga. Gürkan Sermeter brachte die Berner zwar nach druckvollem Beginn früh in Führung, danach aber tat sich der YB-Dreimannsturm gegen die kampfstarken Walliser immer schwerer.

Erst in der 87. und 89. Minute gelangen Joel Descloux und Gaetano Giallanza die endgültige Siegsicherung. Es war Giallanzas erster Treffer in einem Pflichtspiel seit dem 5. Mai 1999. Damals traf der neue YB-Stürmer ebenfalls im Cup für Lugano gegen die Zürcher Red Stars.

Sechs FCZ-Tore in Wiesendangen

Der FC Zürich liess sich von der Volksfest-Ambiance auf dem Sportplatz Rietsamen in Wiesendangen nicht ablenken, trat von der ersten Minute an professionell auf und verpasste dem regionalen Zweitligisten beim 6:0 schon in der Startphase den Knock-out.

Artur Petrosjan und Francisco Guerrero raubten den chancenlosen Gastgebern jegliche Möglichkeit, eine Cup-Sensation zu schaffen. In der zweiten Hälfte erhöhten die Stadtzürcher vor 3000 Zuschauer das Skore, beklagten aber den verletzungsbedingten Ausfall des U21-Internationalen Daniel Gygax.

Letzter Drittligist out

Für ein würdiges Cupfest war auf dem Thuner "Zelgli" alles hergerichtet: 2250 Zuschauer verfolgten das Thuner Duell zwischen Drittligist Allmendingen und UIC-Teilnehmer Thun auf den extra aufgestellten drei Zusatztribünen.

Marc Blaser liess nach 10 Minuten mit einer ersten guten Torchance gar auf eine Überraschung hoffen. Doch schon nach 20 Minuten war die Partie gelaufen, führte der fünf Klassen höher angesiedelte Gast nach Toren von Reto Zanni und Antonio Dos Santos beruhigend mit 3:0.

Auch die beiden eingesetzten Goalie-Oldies Sergio Peronino (39) und Reto Berta (43) vermochten den Torrausch der spielstarken Thuner in der Folge nicht zu bremsen.

Adrian Moser, Patrick Baumann, nochmals Dos Santos und Nelson Ferreira erhöhten nach der Pause zum hohen 7:0-Erfolg und besiegelten damit das Ausscheiden des einzig noch im Wettbewerb verbliebenen 3.-Liga-Vereins.

Die Auslosung der 2. Hauptrunde wird am Dienstag, 23. September, um 16 Uhr, im Haus des Schweizer Fussballs in Muri BE vorgenommen.

Weitere Cup-Daten:

2. Hauptrunde: 18./19. Oktober 2003 Achtelfinals: 8./9. November 2003 Viertelfinals: 7. Dezember 2003.

(tr/Si)

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