Fussball: Hakan Yakin Regisseur eines historischen Ereignisses

publiziert: Montag, 1. Dez 2003 / 20:45 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Jan 2004 / 15:11 Uhr

Die grosse Stärke der Schweizer Nationalmannschaft ist das Team. Diese Tatsache ist unbestritten. Auf Grund dieses Faktes sollte eigentlich kein Spieler hervorgehoben werden. Aber Hakan Yakin verdient diese Ehre.

Hakan Yakin hat gegen Irland demonstriert, wie wichtig er für die Nationalmannschaft ist. Hier bejubelt er sein Tor zum 1:0.
Hakan Yakin hat gegen Irland demonstriert, wie wichtig er für die Nationalmannschaft ist. Hier bejubelt er sein Tor zum 1:0.
Der Basler war beim entscheidenden Spiel gegen Irland Regisseur eines historischen Ereignisses. Selbst Kuhn, der lieber über die Mannschaft als Einheit spricht, kam bei der anschliessenden Medienkonferenz nicht um die besondere Erwähnung seines Spielmachers herum.

Der Nationaltrainer bescheinigte Yakin "eine professionelle, mentale Einstellung, mit der er immer an einen Einsatz geglaubt habe und diese Stärke sei mit dem Tor belohnt worden". Was war das für ein Theater vor dem Spiel! Spielt Yakin oder nicht? Fast schien es, als ob die sportliche Zukunft des Landes vom linken Knöchel der Nummer zehn abhängt.

Als er mit seinen Teamkollegen um 17:24 Uhr den Rasen des St. Jakob Park betrat, war es wie eine kollektive Erleichterung bei Fans, Medienschaffenden und Funktionären. Dabei war Yakin sichtlich nicht ganz fit. Ihm fehlte in einigen Situationen die Spritzigkeit und er legte auch die eine oder andere Kunstpause ein. Aber das störte an diesem Abend niemanden.

Mit seinem Tor in der sechsten Minute, es war seine erste, kontrollierte Ballberührung, zeigte der Basler, wie wichtig er für die Schweizer Fussballnationalmannschaft ist. Es blieb nicht seine einzige, gute Aktion.

Bis zu seiner Auswechslung hatte fast alles Hand und Fuss was der sensible Spieler machte. Neben seinem Tor in der sechsten Minute glänzte er mit gut getimten Zuspielen in den Raum auf Alexander Frei, Raphael Wicky und Stéphane Chapuisat. Selbst die harten Attacken seines Gegenspielers Matt Holland konnten nichts daran ändern. Zudem war er sich nicht zu schade Defensivarbeit zu leisten, soweit es die körperliche Verfassung zuliess.

Als er in der 55. Minute ausgewechselt wurde, war Yakin am Ende seiner Kräfte. Er erhielt vom Publikum und von Medienschaffenden zu Recht einen Sonderapplaus, als er seinem Ersatzmann Fabio Celestini Platz machte. Wie gut Yakin gespielt hatte, zeigt ein Vergleich mit Celestini.

Dieser erreichte nicht die gleiche Wirkung auf das Spiel, die zuvor ein angeschlagener Yakin hatte. Das zeigt deutlich, wie sehr die Schweizer Nationalmannschaft vom Spielwitz und der Spielintelligenz seines Spielmachers abhängig ist.

Die Sturmspitzen Alexander Frei und Stéphane Chapuisat – beziehungsweise sein Nachfolger Marco Streller – leben zu einem grossen Teil von der Kreativität der Nummer zehn.

Natürlich kann Yakin allein nichts bewirken, schliesslich ist Fussball ein Mannschaftssport. Ohne die zuverlässige, defensive Absicherung durch die Achse Johann Vogel und Murat Yakin hätte er nicht die offensiven Freiheiten, um effizient zu wirken.

Hakan Yakin ist sich dessen aber bewusst und betont bei jeder Gelegenheit, wie wichtig der Teamgeist in der Schweizer Nationalmannschaft ist. Mit dieser Eigenschaft und seinen Fähigkeiten ist er einer der Spieler, die schlicht unersetzlich sind – auch wenn Köbi Kuhn das nicht gerne hört. Danke Hakan Yakin!

(tr/fussball.ch)

 
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