Fussball: Hakans Knöchel und die klärende Aussprache

publiziert: Dienstag, 7. Okt 2003 / 23:50 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Okt 2003 / 00:23 Uhr

Vier Tage vor dem entscheidenden Spiel in der EM-Qualifikation gegen Irland hat das Schweizer Nationalteam in Feusisberg Quartier bezogen. Die Frage nach Hakan Yakins körperlicher Verfassung und eine klärende Aussprache standen dabei im Zentrum.

Hakan Yakin körperlich bald wieder in Ordnung?
Hakan Yakin körperlich bald wieder in Ordnung?
Die durch einen Bänderriss am Knöchel verursachten Beschwerden waren Hakan Yakin gestern kaum anzumerken, als er in die Eingangshalle der feudalen Unterkunft schlenderte und sein Trainingstenue bezog. Ganz leicht nur hinkte der FCB-Regisseur und versprühte dabei Zuversicht, am Samstag in Basel einlaufen zu können. "Die Schwellung ist fast schon weg. Es geht mir besser. Ich habe bereits wieder auf dem Laufband trainieren können", berichtete er.

An eine Einheit auf dem Rasen war aber noch nicht zu denken. Er müsse Tag für Tag nehmen, spätestens am Donnerstag könnte es jedoch möglich sein, wieder mit der Mannschaft zu trainieren, glaubt der grosse Hoffnungsträger der Schweizer. Am Dienstagnachmittag verliess Yakin die noble Herberge oberhalb des Zürichsees indes temporär, um die am vergangenen Donnerstag erlittene Verletzung in Zürich von seinem Vertrauensarzt Dr. Heinz Bühlmann nochmals untersuchen zu lassen.

Lämmli: "Die Lage ist jetzt bereinigt"

Köbi Kuhn wird an der Lektüre der Schweizer Sonntagspresse wenig Gefallen gefunden haben. Von markanten Spannungen zwischen einem Teil der französischen Fraktion und dem Basler Murat Yakin war unisono die Rede. Noch am Sonntag bestätigte der Nationalcoach gegenüber dem Schweizer Fernsehen, "diese Dinge" so rasch wie möglich auszudiskutieren. Die Frage nach dieser internen Besprechung interessierte im Hotel der Schweizer Delegation deshalb fast mehr als der Genesungsprozess von Hakan Yakin.

Noch vor dem Mittagessen bat Kuhn die Exponenten der Medienberichte (so bezeichnete der Nationalmannschafts-Delegierte Ernst Lämmli die Gesprächsteilnehmer) hinter verschlossener Tür gemeinsam an einen Tisch. Über den Inhalt des Gesprächs zwischen Stéphane Henchoz, Johann Vogel, Murat Yakin, Captain Jörg Stiel, Kuhn und Lämmli wurde nichts Konkretes bekannt. Weltbewegende Dinge seien nicht besprochen worden, befand Lämmli. Anzunehmen ist gleichwohl, dass zur Hauptsache die spürbaren Dissonanzen zwischen Henchoz und Murat Yakin thematisiert worden sind.

Lämmli mochte (verständlicherweise) keine Details preisgeben. "Jeder konnte seine Meinung klar äussern und hat das auch gemacht. Ich denke, es war eine sehr gute Aussprache." Der Aargauer erachtet die Situation nun als bereinigt; zumal es sich ja letztlich um Differenzen handelt, "von denen ich sagen muss, ´solche Probleme möchte ich auch mal haben´".

Um ein Konstrukt der Medien kann es sich allerdings nicht handeln. Wären die Störungen wirklich nicht der Rede wert gewesen, hätte man sich kaum über eine Stunde lang aussprechen müssen. Dem widersprach Kuhn energisch: "Das Gespräch war schon lange abgemacht. Und wir haben in guter Ambiance miteinander Dinge besprochen." Dinge, die absolut speziell seien, schob Kuhn mit einer sarkastischen Note nach und stellte doch fest, "dass wir näher zusammengerückt sind".

Spycher nicht im Training

Das Gros erschien pünktlich zum ersten Termin dieser wegweisenden Woche. Jene, die verspätet eintrafen, waren entschuldigt. Marseilles Captain Fabio Celestini musste via Basel einreisen. Remo Meyer sass am Münchner Flughafen fest, weil seine Maschine wegen nicht planmässig abheben durfte. Beide waren am Abend bei orkanartigem Wind und Regen dann aber in der ersten, lockeren Lektion dabei.

Neben dem verletzten Hakan Yakin fehlte einzig Christoph Spycher, die mögliche Alternative zum endgültig nicht verfügbaren Bremer Ludovic Magnin. Der GC-Professional liess sich in Zürich röntgen und schloss sich erst am Abend dem Nationalteam an. Spycher hatte in der Partie gegen Hajduk vor zwei Wochen einen Schlag auf den linken Fussrist erhalten, der ihm noch immer starke Schmerzen bereitet. Morgen Donnerstag sollte der Grasshopper erstmals mit dem Team trainieren können, sein Einsatz am Samstag ist gemäss Medienchef Pierre Benoit nicht gefährdet.

Marco Streller dagegen erschien in Begleitung seines Basler Kollegen Beni Huggel auf den Punkt genau in der Lobby. Dem derzeit besten Torschützen der Super League war die Freude übers erste A-Aufgebot von weitem anzusehen. Ob er dem Druck gewachsen sei, ein Hoffnungsträger zu sein. Streller zuckte mit den Schultern: "Damit habe ich grundsätzlich kein Problem. Daran habe ich mich in Basel gewöhnt."

Test gegen FCZ-Nachwuchs?

Am Rande wurde bekannt, dass Kuhn sich überlegt, heute Nachmittag eine Testpartie gegen den FCZ-Nachwuchs ins Programm aufzunehmen. "Wir werden kurzfristig entscheiden. Die Zürcher halten sich bereit", erklärte Kuhn.

(von Sven Schoch, Feusisberg/Si)

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