Fussball: Italien 17.Spieltag - Juventus siegt, dank drei Penalties

publiziert: Montag, 20. Jan 2003 / 11:50 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Jan 2003 / 16:38 Uhr

Verona - In einer hitzigen und kampfbetonten Partie bezwang Juventus Chievo Verona auswärts klar mit 1:4. Vier Penalties, drei davon wurden verwandelt, und eine rote Karte gegen Chievos Bierhoff entschieden ein Spiel mit polemischem Nachgeschmack. Milan ist Wintermeister dank einem Sieg über Piacenza.

Del Piero verschoss den zweiten Penalty - trotzdem konnte der nach dem Spiel jubeln.
Del Piero verschoss den zweiten Penalty - trotzdem konnte der nach dem Spiel jubeln.
Nach nur elf Minuten gelang es dem wieder erstarkten Stürmer Juves David Trezeguet, das erste Tor für Juve zu erzielen. Nur neun Minuten später zeigte Schiedsrichter Racalbuto zum ersten Mal auf den Elfmeterpunkt, nachdem Moro den tschechischen Nationalspieler Nedved zu Fall gebracht hatte. Del Piero verwandelte souverän. In der 53. Minute vergab derselbe Del Piero den zweiten Elfmeter des Abends. Es sollte aber nicht der letzte Penalty-Entscheid des Unparteiischen sein. Den “Bianconeri” wurde in der 68. und der 86. Minute zwei weitere Strafstösse zugesprochen. Der Franzose Trezeguet verwandelte diese letzten zwei Elfmeter, erreichte eine “Tripletta” und liess Chievo so keine Chance das Resultat zu ihren Gunsten zu drehen. Die Mannschaft aus Verona rettete die Ehre mit einem Tor von Cossato in der 72. Minute.

Ein Spiel mit polemischem Nachgeschmack

Was in der ersten Halbzeit auf dem Spielfeld zu und her ging wussten die Spieler und das Schiedsrichterteam – und sonst niemand. Denn das Stadio Bentegodi war in eine Nebelsuppe gehüllt, so dass weder von der Tribüne, noch vom Fernsehbildschirm aus etwas zu erkennen war. Trotzdem liess man weiterspielen, was einen gewissen Unmut bei den Tifosi im Stadion auslöste und in einem Pfeifkonzert endete. Gegen Anfang der zweiten Halbzeit verbesserte sich die Sicht, das Spielgeschehen blieb jedoch weiterhin ohne Unterhaltungswert. Es verwunderte nicht, dass Chievo mit der Spielführung des Schiedsrichters haderte: Bei vier Penalties und einer Roten Karte gegen Bierhoff wegen Reklamierens. Lupatelli, der Torhüter Chievos, weigerte sich beim letzten Penalty, dem Schützen Trezeguet gegenüberzutreten. Er lehnte sich an den Pfosten und rührte sich nicht mehr. Nur als der Schiedsrichter eingriff und den Torhüter aufforderte, seine Position einzunehmen, konnte der Strafstoss ausgeführt werden.

Chievo Trainer Del Neri schlug dem

Schiedsrichter gegenüber nach dem Spiel trotzdem sanfte Töne an: “Es ist nicht meine Aufgabe, die Schiedsrichter zu beurteilen. Ich habe eine gute Juventus gesehen und sie haben verdient gewonnen.” Demgegenüber liess Marcello Lippi verlauten: “Die Mannschaft hat sich gut verhalten. Darüber hinaus war sie bis zum Schluss konzentriert.” Man munkelt, dass der Trainer Chievo Veronas, Luigi Del Neri, der zukünftige Trainer von Juventus werden könnte. Lippi antwortete darauf knapp: “Del Neri als zukünftiger Trainer der Juve? Im Moment bin ich hier.”

AC Milan Wintermeister dank Sieg über Piacenza

Dank eines 2:1 Siegs über Piacenza hat sich die AC Milan den Titel des Wintermeisters in der italienischen Meisterschaft geholt. Mit zwölf Siegen, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen hat sich die Mailänder Gladiatoren-Truppe mit 39 Punkten an der Spitze behauptet, drei Punkte vor Lazio und Internazionale. Trainer Carlo Ancelotti war erfreut: “Wir haben etwas grosses vollbracht. Bis jetzt ist es nur Rom gelungen, in der Hinrunde 39 Punkte zu erreichen.” Dies ist für den Klub von Italiens Ministerpräsident Berlusconi eine viel versprechende Ausgangslage: Als die “Rossoneri”, die letzten vier Male Wintermeister wurden, haben sie auch die Meisterschaft gewonnen. Dieses Ereignis kam zuletzt in der Saison 19995/96 vor. Inter, das bis Samstag noch punktegleich mit Milan an der Spitze lag, wurde nicht nur von Perugia mit 4:1 gedemütigt, sondern verlor darüber hinaus auch die Führung in der Tabelle. Mit dem Titel des Wintermeisters können jedoch noch keine Lorbeeren geerntet werden, da es für eine Entscheidung in der Meisterschaft einfach noch zu früh ist.

Seit der Einführung der Hin- und Rückrunde in der Saison 1929/30, gewann der Wintermeister den “Scudetto” in 49 von 70 Meisterschaften. Nur 21 Mal war nach der Rückrunde eine andere Mannschaft an der Spitze der Tabelle. Genau dies geschah im vorigen Jahr, als die AS Roma mit 36 Punkten den virtuellen Titel nach der Hinrunde gewann, zum Schluss aber von Juventus mit 71 Punkten übertrumpft wurden. Überraschend in dieser Hinsicht war, dass zum ersten Mal eine Mannschaft, die zu Halbzeit nur auf dem vierten Rang plaziert war, die Meisterschaft gewinnen konnte.

Inter und Milan Experten für den Wintertitel

Als Duellanten für den ersten Platz in der Tabelle, sind Inter und Milan Experten auf dem Gebiet des Titels des Wintermeisters. Die AC Milan hat den Titel 14 Mal gewonnen; daraus resultierten am Ende neun “Scudetti”. Demgegenüber hat es Internazionale 13 Mal geschafft; jedoch nur in sieben Gelegenheiten gewannen sie dann auch die Meisterschaft. Das erste Mal geschah dies in der weit zurück liegenden Saison 1929/30. Internazionale hiess damals noch Ambrosiana: die Hinrunde dominierten sie mit 25 Punkten und gewannen letztlich nach der Rückrunde den Titel mit 50 Punkten. Milan gewann ihren ersten Titel als Wintermeister in der Saison 1947/48, punktegleich jedoch mit dem damaligen “Grande Torino”. Am Ende waren es dann allerdings auch die “Granata” die sich den “Scudetto” auf das Trikot nähten. Die absolute Rekordhalterin ist jedoch “Die alte Dame” Juventus: 20 Mal war sie Wintermeisterin und in 16 Meisterschaften konnte sie sich bis zum Schluss behaupten.

(Colin Porlezza/fussball.ch)

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