Fussball: Kameruner Marc-Vivien Foé starb in Lyon

publiziert: Donnerstag, 26. Jun 2003 / 22:33 Uhr

Der Konföderationen-Cup in Frankreich ist am Tag der Halbfinals vom Tod des Kameruners Marc-Vivien Foé (28) überschattet worden. Der 1:0-Sieg gegen Kolumbien verkam nach der tragischen Meldung aus Lyon zur Marginalie.

Der Kameruner Marc-Vivien Foé.
Der Kameruner Marc-Vivien Foé.
1 Meldung im Zusammenhang
In der 72. Minute unterbrach der deutsche Schiedsrichter Markus Merk die Partie im Stade de Gerland abrupt. Sekunden zuvor war Foé ohne Einwirkung eines Gegenspielers zusammengebrochen und lag regungslos auf dem Feld. Nachdem Helfer den Professional von Manchester City vom Platz getragen hatten, stellten die herbeigeeilten Sanitäter bei Foé einen Herzstillstand fest. 45 Minuten lang rang ein ganzer Stab von Medizinern vergeblich um das Leben des Afrikaners.

Die Ärzte werden zur genauen Abklärung des Todesfalls im Spital von Lyon eine Autopsie der Leiche vornehmen. Mehr Hintergründe dieses Dramas drangen nicht mehr an die Öffentlichkeit. Es sei noch zu früh, über die genauen Umstände zu sprechen, sagte der Schweizer FIFA-Arzt Alfred Müller. "Es ist ein sehr trauriger Tag für den Fussball und für die Familie des Spielers. Das ist alles, was wir im Moment dazu sagen können", erklärte ein anderer Offizieller des Weltverbandes.

Foé, der aus der Talentschmiede in Yaoundé stammte, spielte im aufstrebenden Team Kameruns seit Jahren als Allrounder im Mittelfeld eine zentrale Rolle. 64 Länderspiele stehen im Palmarès des Verstorbenen. An WM-Endrunden (1994 und 2002) tauchte dessen Name auf, 1998 fehlte er in Frankreich wegen einer Verletzung. Vor seinem Wechsel in die englische Premier League im Sommer 2002 spielte Foé während zwei Saisons in Lyon an der Seite des Schweizers Patrick Müller.

Im Stade de France im Pariser Quarter Saint-Denis sorgte die traurige Kunde aus dem fernen Lyon auf und neben dem Rasen für grosse Bestürzung. Einigen französischen Nationalspielern rannen beim Abspielen der Nationalhymne Tränen über die Wangen. FIFA-Präsident Sepp Blatter verfolgte die Szenerie mit versteinerter Miene.

Ndiefis Torjubel verhallte

Die Freudentänze über den erstmaligen Finalvorstoss beim Konföderationen-Cup wichen im kamerunischen Team der Konsternation. Das siebringende Tor des Sedanais Pius Ndiefi (9.) gegen einen 45 Minuten lang schwachen Südamerika-Meister war angesichts der Tragödie um Foé nur noch für die Statistiker von Interesse.

Charles Nguini, der Verbandssprecher der Kameruner, liess offen, ob sie am Sonntag zum Final antreten werden: "Wir werden das gemeinsam nach einer Zusammenkunft entscheiden. Es ist für uns und unser Land ein ganz trauriger Moment."

Kolumbien - Kamerun 0:1 (0:1)

Stade de Gerland, Lyon. -- 10 000 Zuschauer. -- SR Merk (De). -- Tor: 9. Ndiefi 0:1.

Kolumbien: Oscar Cordoba; Martinez, Ivan Cordoba, Yepes, Bedoya (68. Murillo); Valentierra, Patino, Lopez, Hernandez, Velasquez (46. Becerra); Aristizabal.

Kamerun: Kameni; Njanka, Song, Mettomo, Tchato; Geremi, Djemba-Djemba, Mbami, Foé (74. Mezague), Idrissou (89. Falemi); Ndiefi (73. Atouba).

Bemerkung: Kamerun ohne Etoo (bestreitet mit Mallorca am Samstag spanischen Cupfinal). 72. Foé bewusstlos zusammengebrochen und vom Feld getragen worden. 68. Gelb-Rot gegen Tchato (Foul). Verwarnungen: 23. Foé (FOul), 37. Kameni (Foul), 43. Tchato (Foul), 50. Ivan Cordoba (Foul), 55. Oscar Cordoba (Reklamieren).

(bert/Si)

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