Fussball: Kritik und Lob des Bundesrates für Schweizer Fussball

publiziert: Freitag, 5. Dez 2003 / 18:23 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Dez 2003 / 14:09 Uhr

Der Bundesrat bedauert, dass die Anglizismen die Sprache auch im Schweizer Fussball dominieren. Entsprechend werden die im vergangenen Sommer eingeführten Bezeichnungen "Super League" und "Challenge League" kritisiert. Dafür wird das Niveau im hiesigen Fussball von höchster Stelle gelobt.

Samuel Schmid, den Schweizer Sportminister, stören die Anglizismen im Fussball.
Samuel Schmid, den Schweizer Sportminister, stören die Anglizismen im Fussball.
In Italien gehört er längst zum parlamentarischen Alltag; nun wurde er auch in der Schweiz von den höchsten Politikern thematisiert: der Fussball.

Der jurassische SP-Nationalrat Jean-Claude Rennwald stösst sich daran, dass die Nationalliga A nun "Super League" und die zweithöchste Spielklasse "Challenge League" genannt wird. Weil der Fussball eine der beliebtesten Sportarten in der Schweiz sei, befürchtet Rennwald, "dass eine solche Entwicklung zur Abwertung unserer Nationalsprachen führen könnte."

Auch dem Bundesrat gefällt der - allerdings nicht nur in der Fussballsprache - grassierende Trend zu Anglizismen nicht. "Es ist dem Bundesrat ein grosses Anliegen auf diese das Sprachempfinden der Bürgerinnen und Bürger störende Praxis hinzuweisen", liess er verlauten.

Dabei hat gerade das gleich gestellte Empfinden aller Sprachregionen die Nationalliga (neu: Swiss Football League) im Frühjahr veranlasst, sich bei der Benennung der Ligen des Englischen zu behalfen. Swiss Football League, Super League und Challenge League würden in allen Sprachregionen gut verstanden werden, begründete die Liga-Spitze damals.

Auf die ironische Frage Rennwalds, ob mit einem vermehrten Gebrauch von Anglizismen das Niveau des Schweizer Fussballs gehoben werden könne, antwortete der Bundesrat: "Unser Fussball hat in den letzten Jahren respektables Niveau erreicht."

Zudem verwies die Landesregierung auf viel beachtete Leistungen einzelner Vereine, die in jüngster Zeit "zur Freude weiter Kreise der Bevölkerung" auch von der Nationalmannschaft habe umgesetzt werden können. "Beflügelt durch diese Erfolge und mit dem Zuschlag für die Europameisterschaft 2008 gelten auch aus Schweizer Optik die im internatinalen Bereich gesetzten Massstäbe."

(Si/sda)

 
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