Fussball: Krönung eines phantastischen Fussballjahrs

publiziert: Donnerstag, 12. Dez 2002 / 18:51 Uhr

(Si) Die Endrunde der 13. Europameisterschaft wird im Juni 2008 in Österreich und der Schweiz stattfinden. Im entscheidenden Wahlgang setzte sich die technisch beste Kandidatur mit 9:3-Stimmen gegen den krassen Aussenseiter Ungarn durch.

Erst mit zweistündiger Verspätung konnte UEFA-Präsident Lennart Johansson am Freitag in einem Genfer Hotel den Sieger eines extrem spannenden Wahlkampfs bekannt geben. Zuvor hatte am UEFA-Sitz in Nyon ein harter Fight zwischen den 14 Exekutiv-Mitgliedern stattgefunden, in dem es zeitweise offenbar auch um persönliche Interessen ging.

Die UEFA-Kommission für Nationalmannschaften hatte den wahlberechtigten Exekutivmitgliedern gemäss festgelegtem Prozedere die drei meistgenannten Favoriten Österreich/Schweiz, Schottland/Irland, Nordic und überraschend Griechenland/Türkei für die Endausmarchung empfohlen. Die Exekutivvmitglieder folgten aber diesem Rat nur bedingt und setzten gemäss offiziellen Quellen neben den beiden Doppelkandidaturen Schweiz/ Österreich und Griechenland/Türkei auch den Aussenseiter Ungarn auf die "Short-list" der letzten Drei.

Das bedeutete eine bittere Niederlage für UEFA-Präsident Johansson, der sein Heimatland Schweden und die skandinavische Kandidatur trotz personeller Unterstützung im Exekutivkomitee nicht einmal in die Endausscheidung brachte. Im zweitletzten Wahlgang schied Griechenland/Türkei mit der kleinsten Stimmenzahl aus, ehe sich Schweiz/Österreich mit 9:3 über Ungarn hinwegsetzte.

Würdige Krönung

Der EM-Zuschlag ist die Krönung eines phantastischen Schweizer Fussballjahrs. Mit dem EM-Titel der U17-Auswahl, der EM-Halbfinalqualifikation des U21-Teams, dem Erreichen der Champions-League-Zwischenrunde durch den FC Basel und dem erfolgreichen Start der Nationalmannschaft in die EM-Ausscheidung 2004 erlebte der Schweizer Fussball eine aussergewöhnlich erfolgreiche Phase. Zudem würdigte die UEFA mit ihrem Entscheid die hervorragende Organisation der U21-EM im letzten Sommer durch den SFV.

Mit dem Auftrag der UEFA wurden einige in den vergangenen Jahren erlittene, tief sitzende Schweizer Niederlagen auf sportpolitischem Gebiet einigermassen getilgt. Sion ging mit seinen Bewerbungen für die Olympischen Winterspiele 2002 und 2006 bachab, und Alt-Bundesrat Adolf Ogi wurde aus unerklärlichen Gründen nicht ins IOC gewählt. Dank der politischen Allianz mit Österreich, das sich zuvor zweimal vergeblich um eine EM-Austragung beworben hatte, sowie der nicht zu unterschätzenden finanziellen Unterstützung durch die Credit Suisse wurden Schweizer Träume doch noch wahr.

15 Spiele in der Schweiz

Der europäische Fussball wird in fünfeinhalb Jahren erstmals in Österreich und in der Schweiz zu Gast sein. Der drittgrösste Sportanlass der Welt (gemessen an Zuschauer-Zahlen und TV-Resonanz) wird am 7. Juni 2008 im neuen Berner Wankdorf-Stadion eröffnet und endet am 29. Juni mit dem Final im Wiener Ernst Happel-Stadion.

Von den 31 Spielen werden 15 in der Schweiz ausgetragen -- neben dem Eröffnungsspiel noch zwei weitere Gruppenspiele in Bern und je drei in Genf, Basel und Zürich. Hinzu kommen zwei Viertelfinals und ein Halbfinal jeweils in Bern. Die übrigen 16 Partien finden in Österreich statt: sieben in Wien, je drei in Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt.

Die Schweizer Nationalmannschaft wird nach 1996 zum zweiten Mal an einer EM-Endrunde teilnehmen können, wenn sie sich nächstes Jahr auf sportlichem Weg für die EM 2004 in Portugal qualifiziert, sogar zum dritten Mal. Für Österreich wäre es die erste Teilnahme, falls es in Portugal nicht dabei ist.

Für die EURO 2008 wird mit einem Budget von 170 Millionen Schweizer Franken gerechnet; es entspricht ungefähr jenem der EURO 2000 in Belgien und Holland entspricht. Auch bei den Zuschauerzahlen nahm die Kandidatur Schweiz/Österreich an der bisher einzigen von zwei Landesverbänden gemeinsam ausgerichteten EM. ÖFB und SFV rechnen mit einer 100-prozentigen Auslastung der Stadien in den 31 Spielen, also mit total 1,138 Millionen Matchbesuchern. Für Wirtschaft und Tourismus wird mit Brutto-Einnahmen von einer Milliarde Franken gerechnet.

Die Sicherheit wird in beiden Ländern gross geschrieben. Zudem war der Rückhalt in der Bevölkerung schon vor der Abstimmung beeindruckend: 80 Prozent der Einwohner in den beiden Alpen-Ferienländer unterstützten die Kandidatur ebenso wie Medien und Politik. Leichte Erreichbarkeit im Zentrum Europas und eine EM der kurzen Wege zwischen den Spielorten und von den Spielorten in die Zentren, wirtschaftliche und finanzielle Stabilität, kulturelles und touristisches Angebot erster Güte abseits der Stadien, eine hervorragende Infrastruktur sowie Erfahrung bei der Ausrichtung von Grossereignissen waren Trümpfe der Bewerbung, die am Mittwoch stachen.

(René Baumann /sda)

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