Fussball: Medienkonferenz zur AG-Gründung des FC St. Gallen

publiziert: Mittwoch, 22. Okt 2003 / 15:42 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Okt 2003 / 16:00 Uhr

Der FC St. Gallen geht neue Wege und gibt sich professionelle Strukturen. Im Dezember 2003 erfolgt die Gründung der AG mit einem Aktienkapital von 5 Mio Franken, und bereits am 1. November nimmt Andy Egli seine Tätigkeit als vollamtlicher CEO und Geschäftsführer auf.

Beim FC St. Gallen werden die Weichen Richtung Zukunft gestellt. Neben dem geplanten Stadion erhält der Verein eine breitere, finanzielle Basis.
Beim FC St. Gallen werden die Weichen Richtung Zukunft gestellt. Neben dem geplanten Stadion erhält der Verein eine breitere, finanzielle Basis.
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Mit dem 76-fachen Ex-Internationalen Andy Egli (45) hat der älteste Klub des europäischen Festlandes, der nächstes Jahr sein 125-Jahr-Jubiläum feiern wird, einen ausgewiesenen und erfahrenen Fussball-Fachmann mit Ostschweizer Wurzeln verpflichtet.

"Wir haben eine längerfristige Vereinbarung getroffen. Ich werde den gesamten operativen und technischen Bereich führen und werde mich um die erste Mannschaft und um den Nachwuchs kümmern", umschrieb der gebürtige Thurgauer aus Erlen seinen neuen Tätigkeitsbereich. "Ich will mithelfen, den FC St. Gallen langfristig als Nummer 1 in der Ostschweiz zu festigen, und werde alles unternehmen, um dem begeisterungsfähigen Anhang auf Dauer einen Schweizer Spitzenverein zu erhalten."

Dieter Fröhlich designierter Präsident

Der ehemalige Spitzenspieler der Grasshoppers, von Xamax und Servette und Trainer von Thun, Luzern und Waldhof Mannheim ist das Zugpferd des neuen FC St. Gallen, der endlich zeitgemässe Vereinsstrukturen erhält und mit Zielstrebigkeit den geplanten Stadionneubau anstrebt, der spätestens 2006 realisiert werden dürfte.

Zudem steht auf die Hauptversammlung am 3. November ein Präsidentenwechsel bevor. Rechtsanwalt Thomas Müller, der neue Stadtpräsident von Rorschach, tritt nach fünf Jahren erfolgreichen Wirkens (Meister in der Saison 1999/2000, UEFA-Cup-Teilnahme ein Jahr später) auf die 125. HV zurück. Er dürfte durch den Abtwiler Unternehmer Dieter Fröhlich (45), der als Verwaltungsratspräsident vorgeschlagen ist, ersetzt werden.

Der FC St. Gallen überträgt Ende Jahr -- wie von der Swiss Football League verlangt -- seinen 1879 gegründeten Verein der FC St. Gallen AG, die für den gesamten Profibetrieb und die Ausbildung künftiger Berufsspieler verantwortlich sein wird. Der FC St. Gallen wird damit als letzter Klub der Super League zur AG, wird aber nicht an die Börse gehen.

Ein Aktienkapital von 5 Mio. Franken wird angestrebt, aufgeteilt in Namenaktien zum Ausgabepreis von je 125 Franken (Nennwert 75 Franken). Die Zeichnungsfrist läuft vom 4. November bis 5. Dezember mit Verlängerungsmöglichkeit um höchstens 30 Tagen. Der neue Verwaltungsrat, dem maximal neun Mitglieder angehören werden, wünscht in der Ostschweiz eine breite Trägerschaft.

Egli nicht auf die Trainerbank

Die Ernennung Andy Eglis zum Manager des FC St. Gallen kommt einer Überraschung und einem Risiko gleich. "Ich freue mich auf die Aufgabe, die für mich eine neue Herausforderung ist und eine Weiterentwicklung darstellt. Eines Tages werde ich vielleicht wieder Trainer sein, doch dieser Gedanke hat derzeit nicht Priorität. Ich bin Ostschweizer, war schon als Bub von der Begeisterungsfähigkeit in St. Gallen angetan und werde mich in meiner neuen Funktion nicht auf die Trainerbank setzen."

Egli ist überzeugt, mit dem ebenfalls ehrgeizigen und diktatorischen Trainer Heinz Peischl ein professionelles Gespann zu bilden: "Peischl wünschte einen starken Mann als Sportmanager. Wir streben gemeinsam Optimierungen an. Vielleicht wird es Meinungsverschiedenheiten geben. Aber diese erzeugen ja Reibungen und setzen

(von Peter Wyrsch, St. Gallen/Si)

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