Fussball: Nachbetrachtung zu Slowenien - Schweiz

publiziert: Donnerstag, 13. Feb 2003 / 13:55 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Feb 2003 / 19:06 Uhr

(Si) Es war zwar nur ein Testspiel und fand bei widrigsten äusseren Bedingungen statt. Aber: Mit dem 5:1 in Nova Gorica gegen WM-Teilnehmer Slowenien setzte die Schweizer Nationalmannschaft ihre Serie erfreulicher Darbietungen auf beeindruckende Weise fort.

Nationaltrainer Köbi Kuhn.
Nationaltrainer Köbi Kuhn.
Das Team von Coach Köbi Kuhn lieferte ein weiteres Reifezeugnis ab. Fünf Tore bei einem WM-Teilnehmer, der ebenfalls die Hauptprobe für das nächste EM-Qualifikationsspiel bestritt, müssen erst einmal geschossen werden. Die Leistungssteigerung der Mannschaft unter Köbi Kuhn zieht sich wie ein roter Faden durch die nun 13 Partien nach der Ära von Enzo Trossero. Ein Reifeprozess ist klar erkennbar: In diesem Team lebt ein Geist, der die EM-Qualifikation auch gegen starke Konkurrenz wie Russland, Irland, Georgien und Albanien immer wahrscheinlicher machen lässt.

Seit Köbi Kuhn vor genau einem Jahr im Trainingslager auf Zypern erstmals eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen formieren konnte, ging es stetig aufwärts. "Störsender" Ciriaco Sforza war weg, die Abtrünnigen Stéphane Henchoz und Stéphane Chapuisat hatten deutliche Signale erhalten, wie es mit ihnen oder ohne sie unter Kuhn weitergehen sollte. Mit den hungrigen "Titanen" Hakan Yakin, Alex Frei, Ricardo Cabanas und Ludovic Magnin wurden vier wichtige neue Elemente praktisch nahtlos ins Team integriert und haben sich bereits zu Leistungsträgern entwickelt.

Die Schweizer sind unter Kuhn seit fünf Spielen ungeschlagen. In neun Partien seit Februar 2002 setzte es nur die unnötige 1:3-Niederlage gegen Kanada im Sommer am Ende einer langen Saison ab. Bemerkenswert auch: Sechs dieser neun Spiele wurden auswärts ausgetragen, und drei Gegner (Schweden, Irland, Slowenien) gehörten letzten Sommer zu den WM-Teilnehmern in Südkorea und Japan.

"Die Qualität unseres Spiels und auch die Effizienz sind immer besser geworden. Für Schweizer Verhältnisse haben wir zuletzt ungewöhnlich viele Tore geschossen, und das nicht gegen Mannschaften wie Andorra oder San Marino", zog Köbi Kuhn während des Rückflugs in die Schweiz eine Zwischenbilanz vor den restlichen fünf EM-Qualifikationsspielen dieses Jahres.

Seit dem Kanada-Spiel wurden gegen Österreich (3:2), Georgien (4:1), Albanien (1:1), Irland (2:1) und Slowenien (5:1) 15 Tore erzielt; das sind drei pro Partie, was Kuhns Aussage bestätigt. Seine Equipe ist stilsicher geworden, sie hat nur noch kurze Aussetzer und fand auch nach den zahlreichen unnötigen Gegentoren (Österreich, Albanien, Irland, Slowenien) immer wieder ins Spiel und zum Erfolg zurück.

Kuhn: "Die Mannschaft hat einen Reifeprozess hinter sich. Unser Fussball ist auf diese Spieler zugeschnitten. Keiner wird in ein Korsett gezwängt, das ihm nicht passt und ihn einengt. Und dieser Prozess ist noch lange nicht zu Ende. Altersmässig kann die Mannschaft noch längere Zeit in dieser Zusammensetzung weitermachen."

Verheissungsvoll war am Mittwoch besonders auch die Leistungskonstanz der einzelnen Spieler. Hakan Yakin -- vor allem er -- wird auf seiner Position immer unentbehrlicher, auf Stéphane Chapuisat mit seiner Erfahrung und Übersicht kann nicht verzichtet werden. Cabanas wird immer torgefährlicher (Assist, Tor und Lattenschuss gegen Slowenien), und Frei ist ein echter Goalgetter, der nur wenige Chance benötigt und in 15 Spielen bereits neun Tore erzielt hat.

Positiv auch: Goalie Jörg Stiel, Abwehrchef Murat Yakin und Bremen-Söldner Magnin konnten ersetzt werden, ohne dass ein Leistungsabfall zu erkennen war. Zuvor schon, beim Überraschungserfolg in Dublin, hatte Liverpool-Verteidiger Stéphane Henchoz gefehlt, ohne eine Lücke zu hinterlassen. Zweifellos: Dieses Team hat Charakter, in ihr lebt ein Geist, der Geist von Dublin. Dank ihm kann die Mannschaft mit viel Zuversicht Anfang April nach Tiflis reisen.

(bert/sda)

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