Fussball: Schaffhausen mit 0:3 gut bedient

publiziert: Dienstag, 15. Apr 2003 / 22:50 Uhr

Basel steht wie im Vorjahr im Schweizer Cupfinal. Der Double-Gewinner besiegte vor eigenem Publikum den hartnäckigen, aber grösstenteils überforderten B-Ligisten Schaffhausen 3:0 und trifft am 11. Mai auf den Sieger des heutigen Duells zwischen Xamax und GC.

So wunderbar einfach wie man beim Blick auf den Schlussstand vermuten könnte, war der Cup-Abend aus Sicht des Champions-League-Teilnehmers nicht verlaufen. Was sich nach Antonio Espositos 1:0 als problemloser Finalvorstoss des Favoriten ankündigte, mündete in einer verhältnismässig spannenden Endphase. Den viel früher erwarteten Knockout versetzte der Double-Gewinner dem ultradefensiv eingestellten NLB-Aufsteiger erst mit einer Tor-Doublette von Tum und Esposito innerhalb der letzten drei Minuten.

Dem FCB mochte trotz kaum zu überbietender Feldvorteile und beträchtlichem Aufwand bis zur 90. Minute keine deutlichere Differenz gelingen. Einerseits vergaben die Einheimischen ihre Möglichkeiten im fahrlässigen Stil, zum anderen verbarrikadierten die Schaffhauser geschickt und mit sämtlicher Manpower. Erst als die Gäste sogar ihren überragenden Torhüter Fabio Coltorti in den letzten Angriff beorderten, zerfiel das Schaffhauser Bollwerk zur Freude der gegen 27 000 Zuschauer innerhalb von Augenblicken in Stücke.

Dass Tums Treffer ins leere Tor wegen einer Offside-Position hätte aberkannt müssen, ärgerte die Gäste nur einen Moment lang. Sie hatten beim Stande von 0:1 selber mehrfach von klaren Fehlentscheiden des ungenügenden Schiedsrichters Rutz profitiert. Und die Schaffhauser waren sich bewusst, dass sie vor der späten Entscheidung schon wesentlich höher hätten in Rückstand geraten können: "Die Fans und die Basler Spieler waren uns lange sehr freundlich gesinnt", scherzte Schaffhausens Captin Martin Ogg.

Klare Dominanz, aber starker Goalie

Der Zwischenstand nach 45 Minuten trügte. Dem einen Treffer von Esposito hätten die Basler mindestens zwei weitere hinzufügen können, um nicht zu sagen müssen. Im Prinzip spielte sich das Geschehen ausnahmslos dort ab, wo es sich Christian Gross gewünscht hatte: In der Platzhälfte des krassen Aussenseiters. Nach einem für Basler Verhältnisse eher zurückhaltenden Auftakt sahen sich die Schaffhauser praktisch im Minutentakt mit heiklen Szenen konfrontiert.

Insbesondere Hervé Tum rückte ein ums andere Mal in den Fokus. Der Platzhalter des verletzten Skorers Christian Gimenez scheiterte mit seinen Kopfbällen indes selbst aus geringer Entfernung durchwegs. Ihm allein boten sich drei exzellente Chancen, den unterklassigen Herausforderer frühzeitig in eine nicht mehr zu korrigierende Lage zu versetzen. Gewiss der Kameruner kämpfte tadellos, aber seine technischen Limiten fielen selbst gegen diesen an sich bescheidenen Kontrahenten ins Gewicht.

Angesichts des an Einseitigkeit kaum zu übertreffenden Verlaufs der Partie vermochte sich auf Seiten der Schaffhauser nur deren Torhüter auszuzeichnen. Fabio Coltorti jedenfalls liess sich weder von der grossen Kulisse noch von der auf ihn zustürmenden Prominenz beeindrucken. Gleich mehrfach, bei einem gerissenen Heber von Esposito gar in exzellenter Manier, verhinderte die 23-jährige GC-Leihgabe einen höheren Rückstand. Und zweimal -- im Falle Cantaluppis (5.) und Rossis (42.) -- bewahrte die Torumrandung den Keeper vor weiteren Gegentreffern.

Ohne Risiko und mit einer Chance

Vom Selbstbewusstsein, auf dem Weg in den St.-Jakob-Park mit Zürich, Thun und St. Gallen immerhin drei A-Vertreter aus dem Cup-Wettbewerb befördert zu haben, war bei Schaffhausen zu lange nichts zu spüren. Angesichts der internationalen Klasse des Gegners beschränkten sich die Ostschweizer von Beginn weg auf die Réduit-Taktik. Die Angst, mit einer etwas forscheren Spielweise trotz mancher Basler Absenz (vier Stammspieler fehlten) in ein Debakel zu schlittern, nahm den Gästen jeglichen Mut zum Risiko.

Ein einziges Mal wichen die Schaffhauser von ihrer Abwehrhaltung. Dos Santos, in der zweithöchsten Liga ein sicherer Skorer, drosch die perfekte Vorlage des eingewechselten Shala dem zuvor beschäftigungslosen FCB-Keeper aus geringer Distanz direkt in die Arme. Mehr als diese eine Chance erspielten sich die Gäste nicht. Von einem dritten Cupfinaleinzug (und einem zweiten Halbfinalsieg gegen den FCB) waren sie mindestens so weit entfernt wie der Rheinfall von der Stadt Basel.

Basel - Schaffhausen 3:0 (1:0)

St.-Jakob-Park. -- 26 960 Zuschauer. -- SR Rutz. -- Tor: 26. Esposito 1:0. 90. Tum 2:0. 92. Esposito 3:0.

Basel: Zuberbühler; Barberis, Zwyssig, Smiljanic, Atouba; Cantaluppi; Huggel, Esposito, Chipperfield (86. Quennoz); Rossi (63. Tchouga), Tum.

Schaffhausen: Coltorti; Wild (83. Colantonio), Sereinig, Ogg, Leu; Stauch (46. Shala), Fehr, Pesenti, Dos Santos; Toco, Bockaj (68. Bättig).

Bemerkungen: Basel ohne Hakan Yakin, Haas, Varela (alle gesperrt), Murat Yakin, Gimenez, Duruz und Ergic (alle verletzt), Schaffhausen ohne Todisco und Rohrer (beide gesperrt). 5. Pfostenschuss von Cantaluppi. 7. Treffer Rossis wegen Offsides annulliert. 42. Lattenköpfler von Rossi. 70. Tor Tchougas annulliert (gefährliches Spiel). Verwarnungen: 18. Leu (Foul). 23. Fehr (Foul). 66. Chipperfield (Foul). 72. Esposito (Reklamieren).

(bert/Si)

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