Fussball-WM als Meisterschaft der Premieren

publiziert: Dienstag, 21. Mai 2002 / 10:58 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Mai 2002 / 15:20 Uhr

Seoul - Die 17. Fussball-Weltmeisterschaft vom 31. Mai bis 30. Juni in Japan und Südkorea wird zum schwierigsten Sportprojekt aller Zeiten. Es ist die WM der Premieren. Die erste in Asien und die erste mit zwei Gastgebern.

Die Fussball-WM dauert vom 31. Mai bis zum 30. Juni.
Die Fussball-WM dauert vom 31. Mai bis zum 30. Juni.
Als das Exekutivkomitee der FIFA vor sechs Jahren beschloss, die WM 2002 erstmals auf asiatischem Territorium zu veranstalten und mit Südkorea und Japan zwei Ländern die Organisation des grössten Fussball-Ereignisses übertrug, ging der Weltverband kein geringes Risiko ein. «Der Fussball ist global. Wir müssen und werden alle Erdteile und Bevölkerungsschichten berücksichtigen, wenn wir ihn weiter entwickeln und noch populärer machen wollen», erklärte Joseph Blatter, der Präsident der FIFA. Der Reiz der Veränderungen soll dem Treff der Weltbesten in Asien eine neue und besondere Aura verleihen.

Fussball-Fest statt FIFA-Ränkespiel

Das bevorstehende Fussball-Fest, das aufwändigste und teuerste seiner Historie, wurde durch interne Ränkespiele am Sitz der FIFA in Zürich massiv gestört. Der Fussball hat durch den unsauberen Zwist zwischen Präsident Sepp Blatter und Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen Schaden genommen. Statt in der WM-Vorfreude zu schwelgen, hat der bevorstehende Wahlkampf um das Präsidenten-Amt so orkanartige Wellen verursacht, dass die schönste Nebensache der Welt tatsächlich nur noch zur Nebensache degradiert wurde. Die «Schlammschacht» zwischen den einst befreundeten Walliser Verbündeten eskalierte. Korruption, Amtsmissbrauch, Misswirtschaft und Strafklagen machten die globale Runde, der Fussball und der Weltverband haben einen immensen Imageverlust erlitten.

Die WM 2002 ist die kostspieligste aller Zeiten. Die Organisatoren haben für die 20 Stadien, Hotels, Transport und sonstige Infrastruktur rund sieben Millarden Franken veranschlagt, rund das Dreifache von Frankreich 1998. Der FIFA kostet die WM laut Auskunft von Sepp Blatter inklusive der vierjährigen Vorbereitung rund 2,2 Milliarden. Der grösste Einnahmeposten sind die TV- Übertragungsrechte, die auf 1,3 Milliarden hochschnellten. Der Zenit scheint erreicht, der Bogen überspannt. Das Geschäft mit dem Fussball wird wegen des Einbruchs des Marktes und dem Konkurs von Medienmogulen Rückpässe einleiten müssen, um das Spiel wieder in den Griff zu kriegen.

Erstmals alle Titelträger dabei

Zum zweiten Mal in Folge fehlt die Schweiz an der WM-Endrunde. Sie hat es erneut nicht geschafft und auch nicht verdient, sich mit den 32 weltbesten Ländern zu messen. Sie ist aber in guter Gesellschaft. Namhafte Nationen mit Tradition wie Holland, Tschechien, Jugoslawien, Rumänien, Schottland, Bulgarien, Ungarn, Österreich, Chile oder Kolumbien sind ebenfalls auf der Strecke geblieben.

Dafür haben sich zu den bisher 58 WM-Teilnehmern fünf neue gesellt: Ekuador, China, Senegal, Slowenien und Japan, der Co- Gastgeber. Genau 777 Spiele in sechs Konföderationen waren in der umfangreichsten Ausscheidungsphase der Geschichte notwendig, ehe die 193 angetretenen Länderauswahlen die 32 Endrundenteilnehmer ermittelt hatten. 2'452 Tore insgesamt wurden erzielt, mehr als 17 Millionen Zuschauer oder 22'300 pro Spiel wohnten den Ausscheidungen bei.

Erstmals in der 72-jährigen WM-Geschichte sind in Asien sämtliche sieben Weltmeister versammelt. Der vierfache Champion Brasilien hat es ebenso geschafft wie die dreifachen Titelträger Deutschland und Italien, die Doppel-Weltmeister Argentinien und Uruguay sowie England und Titelverteidiger Frankreich, der vor vier Jahren als sechster Veranstalter den Heimvorteil ausnutzte. Dies wird diesmal kaum der Fall sein, auch wenn Südkorea und Japan von der Begeisterungsfähigkeit ihrer Landsleute profitieren und bei den besonderen klimatischen Verhältnissen zu aussergewöhnlichen Leistungen fähig sind.

Mit Südkorea und Japan haben durch den Fussball zwei verschiedene Kulturen zusammengefunden, die eine grosse Rivalität pflegen und sich seit der Besetzung Südkoreas durch Japan im Zweiten Weltkrieg nicht besonders mögen. Die bisherigen 16 Endrunden fanden neunmal in Europa und sieben Mal auf dem amerikanischen Kontinent statt. 2010 soll gemäss den Vorstellungen von Sepp Blatter Afrika dazukommen.

Die vier meistgenannten WM-Favoriten

Titelverteidiger Frankreich, der Europameister von 2000, Argentinien, Italien und Rekord-Weltmeister Brasilien werden als aussichtsreichste Anwärter auf den WM-Thron genannt. Doch auch England, Spanien oder sogar Kamerun werden weit vorne erwartet. Ob bei den Afrikanern das spielerische Talent und die Fussballbegeisterung die körperlichen Defizite und die organisatorischen und taktischen Mängel aufwiegen können, bleibt abzuwarten. China, der mit 1,2 Milliarden bevölkerungsreichste Staat der Erde, ist die grosse Unbekannte. Nur deren Trainer ist bekannt: Weltenbummler Bora Milutinovic führt zum fünften Mal in Serie ein anderes Team am grössten Fussballfest.

Am 31. Mai beginnt in Seoul die WM mit dem Eröffnungsspiel zwischen Titelverteidiger Frankreich und dem WM-Neuling Senegal. Am 30. Juni wird die WM mit dem Final in Yokohama abgeschlossen. Möge der Fussballsport siegen und die Fussball-Welt von Krawallen oder verlogenen Machtkämpfen freihalten!

(Peter Wyrsch /sda)

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