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Fussball: Wils Kampf an fünf verschiedenen Fronten

publiziert: Freitag, 26. Mrz 2004 / 21:35 Uhr / aktualisiert: Samstag, 27. Mrz 2004 / 23:05 Uhr

Mit Leader Basel kommt das beste Team der Schweiz zu Besuch, und keiner freut sich. Kurios, aber wahr: Der FC Wil ist momentan mit seinem Kampf an fünf verschiedenen Fronten derart beschäftigt, dass er kaum an den nächsten Gegner denken kann.

Roger Bigger und der FC Wil haben Sorgen ohne Ende.
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Die Wiler Vereinsverantwortlichen diskutieren praktisch rund um die Uhr. Sie suchen verzweifelt nach neuen Geldquellen und Lösungen, um den Konkurs abwenden und die Spieler endlich entlöhnen zu können.

Der designierte Trainer Tomas Matejcek erhielt am Donnerstag mitten im grossen Tohuwabohu den Bescheid, dass er seinen Job wegen fehlender Diplome nicht antreten dürfe. Innert 24 Stunden musste ein Ersatz gesucht werden, der im Laufe des Freitags in der Person von Joachim Müller tatsächlich gefunden wurde.

Wenn der zuständige Sachwalter nichts dagegen hat, wird also jener Trainer wieder engagiert, der im Februar nach nur einem Spiel zurückgetreten war.

Mit Daniel Lopar erkrankte am Montag zudem der einzige gesunde Goalie unmittelbar nach seinem gelungenen Debüt in der Super League an einer schweren Angina und bangt um seinen Einsatz gegen den FCB. Als Ersatz steht ein 17-jähriger Junior bereit, der erst vor kurzem die Schuhe an den Nagel hängen wollte.

Und schliesslich lagen am Freitagmorgen auf dem Bergholz-Terrain rund 15 Zentimeter Schnee, die innerhalb von wenigen Stunden weggeräumt werden mussten.

Für die Geschicke des FC Wil verantwortlich zu sein, ist in diesen Tagen und Wochen wahrlich kein Zuckerschlecken. Der Kampf an den verschiedensten Fronten abseits des grünen Rasens kostet viel Substanz und Energie.

Beinahe unglaublich ist deshalb, dass sich der Ostschweizer Super-League-Verein noch immer berechtigte Hoffnungen machen darf, auch nächste Saison in der höchsten Schweizer Spielklasse vertreten zu sein. Der direkte Abstiegsplatz wird von Neuchâtel Xamax eingenommen, das bereits sieben Punkte zurück liegt.

Das rettende Ufer befindet sich für die Wiler in Sichtweite: Das achtplazierte Aarau ist punktgleich, St. Gallen nur zwei Punkte und Thun lediglich vier Punkte voraus.

Die Wiler Mannschaft ist ein Phänomen. Mehrere Trainerwechsel, ausstehende Prämien aus dem Herbst, fehlende März-Löhne, die Angst vor dem Konkurs, Negativ-Schlagzeilen in den Medien, ja selbst sportliche Genickschläge wie die 3:5-Niederlage gegen die Grasshoppers und der 1:4-Flop in St. Gallen im Herbst oder die unglückliche 1:3-Niederlage vor zwei Wochen gegen die Young Boys warfen sie nicht aus der Bahn.

Trotz der Ungewissheit um die unmittelbare Zukunft gelang letzten Sonntag gar das 2:1-Husarenstück auf dem Zürcher Hardturm. Der FC Wil lebt. Er tankte mit dem Sieg gegen GC Moral und erhielt in diesen Tagen mit dem einstweilen abgewendeten Konkurs und der Aussicht auf Lohnzahlungen nochmals einen tüchtigen Motivationsschub.

Leader FCB muss sich auf dem Bergholz auf einen kampferprobten Gegner gefasst machen. Die Schlacht an fünf verschiedenen Fronten scheint die Wiler nicht zermürbt, sondern eher noch gestärkt zu haben.

Stolze 17 Punkte betrug in der Winterpause Servettes Vorsprung auf das damalige Schlusslicht Zürich. Inzwischen hat der FCZ zu einer grossartigen Aufholjagd angesetzt, er holte 19 Punkte aus sieben Spielen und liegt als nun Viertplazierter plötzlich nur noch neun Zähler hinter den Genfern zurück. Verständlich, dass bei diesem "Lauf" auch Platz 3 und eine UEFA-Cup-Teilnahme kein aussichtsloses Ziel mehr ist.

Die Aussichten der Zürcher sind nicht schlecht, das Spielprogramm kommt ihnen zusätzlich entgegen. Während Servette in den nächsten fünf Runden je zweimal auf die Grasshoppers und Leader Basel sowie auf die zweitplazierten Young Boys trifft, bekommt es der FCZ je zweimal mit Schlusslicht Neuchâtel Xamax und Thun sowie mit St. Gallen zu tun.

Die neun Punkte Rückstand sind bei dieser Konstellation wirklich noch wettzumachen. Voraussetzung ist allerdings, dass der FCZ nun in der Favoritenrolle auch Spiele gegen sogenannt "Kleine" zu gewinnen vermag.

Tabelle

1. Basel 25 20 4 1 70:22 64 2. Young Boys 25 16 4 5 56:34 52 ----------------------------------------- 3. Servette 25 12 6 7 45:40 42 ----------------------------------------- 4. FC Zürich 25 10 3 12 41:38 33 5. Grasshoppers 25 9 4 12 44:52 31 6. Thun 25 7 8 10 34:45 29 7. St. Gallen 25 7 6 12 36:48 27 8. Aarau 25 5 10 10 40:51 25 ----------------------------------------- 9. Wil 25 6 7 12 31:45 25 ----------------------------------------- 10. Neuchâtel Xamax 25 4 6 15 23:45 18

(tr/Si)

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