Gaddafi attackiert Italiens Ex-Minister Calderoli

publiziert: Samstag, 4. Mrz 2006 / 00:27 Uhr

Sirte - Der libysche Revolutionsführer Muammar Gaddafi hat den unterdessen zurückgetretenen italienischen Reformminister Roberto Calderoli scharf angegriffen und ihn als «Faschist» bezeichnet.

Gaddafi rief Italien auf, die von Libyen geforderte Entschädigung für die Kolonialzeit zu zahlen.
Gaddafi rief Italien auf, die von Libyen geforderte Entschädigung für die Kolonialzeit zu zahlen.
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Calderoli habe «rassistische Ausdrücke» eines «Kreuzritters und eines Kolonialisten verwendet», sagte Gaddafi bei einer Ansprache in der libyschen Stadt Sirte, die vom libyschen Staatsfernsehen gesendet wurde.

Gaddafi warnte Rom vor weiteren gewalttätigen Protesten wie jenen vor dem italienischen Konsulat in der Stadt Bengasi, bei denen vor zwei Wochen elf Personen ums Leben gekommen waren. Gaddafi rief Italien auf, die von Libyen geforderte Entschädigung für die Kolonialzeit zu zahlen, um das gespannte Klima aufzulockern.

T-Shirt mit umstrittenen Karikaturen

Calderoli forderte umgehend eine Entschuldigung von jenen politischen Kräften, die ihn für die Unruhen in Bengasi verantwortlich gemacht hatten. «Gaddafi hat offen zugegeben, dass die Unruhen nicht mit meinem T-Shirt zusammen hingen.» Calderoli hatte im Fernsehen ein T-Shirt mit den umstrittenen Karikaturen gezeigt und wurde daraufhin aus der Regierung entlassen.

In Kairo demonstrierten am Freitag mehr als 2000 Demonstranten gegen die dänischen Mohammed-Karikaturen. Sie riefen auf Plakaten zum Boykott dänischer Produkte auf. Einige von ihnen skandierten Parolen wie «Tod den Feinden des Propheten Gottes».

Derweil stritten sich Prediger und Religionsgelehrte darüber, wie ein Dialog zwischen dem Islam und dem Westen aussehen soll. Der populäre ägyptische Prediger Amre Chaled sagte der Zeitung «Al-Sharq Al-Awsat», er werde trotz der Kritik einiger Religionsführer an der von ihm in Kopenhagen geplanten Konferenz mit dem Titel «Das ist unser Prophet» festhalten.

(bert/sda)

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