Technologie «Kahawai» senkt Datentransfer-Volumen

Games-Streaming mit geringerer Bandbreite möglich

publiziert: Samstag, 23. Mai 2015 / 17:26 Uhr
Der Server muss nur Detail-Lücken füllen, statt jedes Frame komplett zu berechnen und zu streamen. Das haben Forscher am Beispiel des Shooters «Doom 3» gezeigt.
Der Server muss nur Detail-Lücken füllen, statt jedes Frame komplett zu berechnen und zu streamen. Das haben Forscher am Beispiel des Shooters «Doom 3» gezeigt.

Durham - Die Technologie «Kahawai» will Games-Streaming, das grafikintensive Spiele beispielsweise auch auf Tablets und Smartphones bringt, deutlich praktikabler machen.

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Denn die Entwicklung von Duke University und Microsoft Research reduziert die nötigen Datenübertragungen um etwa ein Sechstel.

«Collaborative Rendering»

«Das ist ein grosser Vorteil, speziell bei Smartphones mit Datenlimits», betont Duke-Informatiker Landon Cox. Möglich macht das ein Trick namens «Collaborative Rendering», bei der der Grafikchip des Endgeräts die grobe Arbeit übernimmt und der Streaming-Server rechenintensive Details. Die Idee hinter Games-Streaming ist, dass Server aufwendige Grafikberechnungen übernehmen und somit optisch detaillierte Titel auf leistungsschwächeren Geräten spielbar machen.

Zwar sind Vorreiter wie beispielsweise OnLive mittlerweile wirtschaftlich gescheitert, doch bleibt der Ansatz für Smartphones oder Tablets prinzipiell interessant. Dort ist unter anderem der relativ hohe Streaming-Datenverbrauch ein Stolperstein. Hier verspricht Kahawai Abhilfe, da somit laut den Experten der Duke University bei gleicher Grafikqualität nur ein Sechstel der Bandbreite bisheriger Lösungen benötigt wird.

Entlastung statt Untätigkeit

Der Bandbreiten-Vorteil ergibt sich daraus, dass die neue Technologie den Grafikprozessor des Endgeräts nur entlastet, statt ihn nahezu unnötig zu machen. Denn bei bisherigen Lösungen übernehmen die Streaming-Server das komplette 3D-Rendering, während Kahawai auf eine sinnvolle Arbeitsteilung setzt. Die Server kümmern sich um besonders rechenintensive intensive Aufgaben wie detaillierte Texturen und Schattenwurf auch bei hohen Frameraten. Der Chip im Endgerät berechnet aber eine grobe Skizze jedes Einzelbildes.

Der Server muss also letztlich nur Detail-Lücken füllen, statt jedes Frame komplett zu berechnen und zu streamen. Der Ansatz, den das Team diese Woche im Rahmen der 13th International Conference on Mobile Systems, Applications, and Services präsentiert hat, erreicht so letztlich eine deutliche Reduktion des zu übertragenden Datenvolumens.

Das haben die Forscher am Beispiel des Science-Fiction-Shooters «Doom 3» gezeigt. Tests mit 50 Hardcore-Gamern haben ergeben, dass Kahawai praktisch gleichwertig zu Games-Streaming mit rein serverseitigem Rendering ist. Die für Action-Titel so wichtige Reaktionszeit bleibt unverändert. Als Gaming-Technologie bietet Kahawai zudem den Vorteil, dass ein Offline-Spielen mit reduzierter Auflösung möglich ist.

(asu/pte)

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