Gasunglück: SBB stellt Gatx-Waggons aufs Abstellgleis

publiziert: Samstag, 4. Jul 2009 / 11:25 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Jul 2009 / 15:03 Uhr

Bern - Nach der Explosion eines Gaswaggons in Viareggio mit mindestens 22 Toten hat die SBB Cargo Italia beschlossen, bis auf weiteres keine Waggons der Firma Gatx mehr einzusetzen. Die Firma mit Sitz in Wien ist Besitzerin des Unglückswaggons.

Die Waggons wurden laut italienischen Behörden noch in der DDR produziert.
Die Waggons wurden laut italienischen Behörden noch in der DDR produziert.
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Der Beschluss sei als Vorbeugungsmassnahme nach dem Unglück in Viareggio getroffen worden und solle so lange gelten, bis die Ursache des Unfalls geklärt ist, bestätigte SBB-Sprecher Christian Ginsig eine Meldung der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

SBB Cargo Italia ist eine Tocher der SBB und wickelt den Güterverkehr zwischen der Schweiz und Italien ab. Die italienischen Staatsbahnen FS hatten bereits am Mittwoch beschlossen, dass die Waggons von Gatx in Italien vorläufig nicht mehr fahren dürfen.

Experten vermuten, dass eine Achse des Kesselwagens gebrochen ist, worauf der Zug in der Nacht zum Dienstag beim Bahnhof der toskanischen Küstenstadt entgleiste und der Gas-Waggon explodierte.

«Junger Körper genügt nicht»

Wegen des Unglücks in Viareggio hatten die italienischen Staatsbahnen FS am Mittwoch beschlossen, dass die Waggons von Gatx in Italien vorläufig nicht mehr fahren dürfen. Die italienischen Behörden erklärten am Freitag.

Teile des Sicherheitssystems des Waggons stammten noch aus Zeiten des Kalten Krieges und seien 1974 in der damaligen DDR produziert worden. «Es genügt nicht, einen jungen Körper zu haben, um zu behaupten, dass ein Tankwaggon jung ist», sagte der Chef der italienischen Staatsbahnen (FS), Mauro Moretti. Zugelassen wurde der Kesselwagen 2004.

Gatx Rail Europe bestätigte gemäss APA diese Fakten in einer Medienmitteilung, gab den Ball aber sogleich nach Italien zurück: Die Achse sei zwar 1974 in der DDR hergestellt worden, sei aber in regelmässigen Abständen vorschriftsmässig getestet worden und in Europa zugelassen gewesen.

SBB-Kesselwagen mit Detektoren ausgerüstet

Die 630 SBB-Cargo-Kesselwagen in der Schweiz seien alle mit Entgleisungsdetektoren ausgerüstet, erklärte SBB-Sprecher Ginsig. 70 weitere Detektoren seien über das ganze Schienennetz verteilt. Die Detektoren messen die Temperatur bei den Rädern der Wagen.

Die Schweiz hatte die Sicherheitsmassnahmen im Güterverkehr massiv verschärft, nachdem die SBB 1994 im Güterverkehr zwei Mal knapp an einer Katastrophe vorbeigeschlittert war.

(ht/sda)

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