Gaza-Siedlung mit Granaten beschossen

publiziert: Donnerstag, 18. Aug 2005 / 06:55 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Aug 2005 / 08:26 Uhr

Gadid - Palästinensische Extremisten haben heute Granaten auf eine Siedlung im Gazastreifen gefeuert. Die Siedlung soll im Zuge des israelischen Abzugs geräumt werden.

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Wie die israelische Armee mitteilte, richteten die beiden Geschosse keinen Schaden an. Palästinenser bestätigten, es seien Explosionen nahe der Siedlung Gadid zu hören gewesen.

Israel hatte wiederholt angekündigt, keine Gewaltakte palästinensischer Extremisten während der Räumung der 21 Siedlungen im Gazastreifen und vier der 120 Siedlungen im Westjordanland zu akzeptieren.

Am Mittwoch hatte ein jüdischer Siedler im Westjordanland vier Palästinenser erschossen. Der Angriff fand wenige Stunden nach dem Beginn der Zwangsräumung der Siedlungen im Gazastreifen statt. Radikale Palästinenser-Gruppen hatten nach dem Siedler-Angriff mit Racheakten gedroht.

"Jüdischer Terorismus"

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon verurteilte die Tat als Akt von "jüdischem Terrorismus". Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas sprach von einem Versuch, den israelischen Abzug aus dem Gazastreifen zu "sabotieren".

Abbas warnte, die radikalen Gruppen sollten auf "Provokationen" nicht reagieren und den Gegnern des Gaza-Abzugs keine zusätzlichen Argumente liefern, fügte er hinzu.

(fest/sda)

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