Gedichte von Guantánamo-Häftlingen veröffentlicht

publiziert: Donnerstag, 21. Jun 2007 / 11:47 Uhr

Washington - In den USA werden demnächst die Gedichte von 17 Häftlingen des US-Gefangenenlagers Guantánamo veröffentlicht. Es handelt sich um 22 Werke, die die Insassen in Styropor-Becher ritzten oder mit Zahnpasta schrieben.

Die Gedichte zeigten viel Nostalgie und Sehnsucht nach zu Hause, so der Herausgeber.
Die Gedichte zeigten viel Nostalgie und Sehnsucht nach zu Hause, so der Herausgeber.
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Die Gedichte seien von Anwälten der Insassen gesammelt und ins Englische übersetzt worden, teilte der Verlag der Universität von Iowa am Mittwoch mit. Nach der Freigabe durch das US-Verteidigungsministerium erscheinen sie im August unter dem Titel «Gedichte aus Guantánamo: Die Häftlinge sprechen».

Nach Angaben des Herausgebers haben die meisten der Häftlinge zuvor nie Gedichte geschrieben. «Sie versuchen, ihre Situation zu verstehen», sagte Marc Falkoff. Die Gedichte zeigten «Desillusionierung, manchmal Wut, viel Nostalgie und die Sehnsucht nach zu Hause».

Erlös an Institution

Rund 800 mutmassliche «feindliche Kämpfer» wurden seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in Guantánamo auf Kuba inhaftiert. Derzeit halten die USA dort noch mehr als 380 Menschen in Käfigen fest - ohne sie als Kriegsgefangene anzuerkennen und ohne richterlichen Beschluss.

Die Häftlinge bekommen keine ordentlichen Gerichtsverfahren und haben meist nicht einmal Kontakt zu Anwälten. Der Erlös aus dem Verkauf der Gedichtbände geht an das Zentrum für von der Verfassung garantierte Rechte, das sich für die Häftlinge einsetzt.

(ht/sda)

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