Gegen eine Million Rauschtrinker
publiziert: Dienstag, 3. Mai 2005 / 12:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Mai 2005 / 12:41 Uhr

Bern - In der Schweiz trinken über 900 000 Menschen alle zwei Wochen übermässig viel Alkohol. Rauschtrinken ist gemäss einer neuen Studie unter Jugendlichen und auch unter Erwachsenen verbreitet.

Mit zunehmendem Alter sinkt laut Studie die Neigung zum Rauschtrinken.
Mit zunehmendem Alter sinkt laut Studie die Neigung zum Rauschtrinken.
5 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA)
Hier finden sich mehr Details zur Studie, sowie Tipps und Tricks, um das Problem in den Griff zu bekommen.
www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=64&IDarticle=1133&IDcat24visible=1&langue=D

Die SFA fordert jetzt politische Massnahmen. Bisher sei man davon ausgegangen, dass vor allem Jugendliche sich regelmässig bis zum Rausch betrinken würden, schrieb die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA). Die SFA erstellte die Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Die Daten basieren auf drei Studien, die zwischen 1997 und 2002 erstellt wurden, wie es bei der SFA auf Anfrage hiess. Insgesamt seien 40 000 repräsentativ ausgewählte Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren befragt worden. Die Ergebnisse seien zusammengezogen und für die neue Studie auf eine vergleichbare Basis gestellt worden.

Alter macht 'klug'

Demzufolge gibt es in der Schweiz 931 000 Rauschtrinkende. Von diesem Phänomen wird bei Männern gesprochen, wenn sie mindestens zweimal im Monat zu einer Gelegenheit fünf oder mehr Standardgläser Alkoholisches trinken. Für Frauen liegt der Grenzwert bei vier Standardgläsern.

Mit zunehmendem Alter sinkt laut Studie die Neigung zum Rauschtrinken. Besonders risikohaftes Verhalten zeigen indessen vorwiegend junge Leute: Von den 400 000 Menschen, die regelmässig sechs bis acht Gläser Alkoholisches trinken, sind 278 000 weniger als 44 Jahre alt. Die 15- bis 24-Jährigen sind in dieser Gruppe mit 103 000 Rauschtrinkenden am stärksten vertreten.

Die SFA warnt vor den Folgen übermässigen Alkoholkonsums: Stürze und Verkehrsunfälle, Gewalt und, besonders bei Jugendlichen, Vergiftungen, ungeschützter Geschlechtsverkehr und Schulprobleme.

(rp/sda)

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