Vermittler tritt für «Stuttgart 21» ein
Geissler für «Stuttgart 21» - aber mit umfangreichen Änderungen
publiziert: Dienstag, 30. Nov 2010 / 19:00 Uhr
Widerstand gegen Stuttgart 21.
Widerstand gegen Stuttgart 21.

Stuttgart - Im Streit um «Stuttgart 21» dringt Vermittler Heiner Geissler auf umfangreiche Änderungen an dem geplanten Tiefbahnhof. In seinem Schlichterspruch sagte Geissler am Dienstag, er plädiere für ein «Stuttgart 21 Plus».

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Er könne den Bau des Tiefbahnhofs nur befürworten, wenn «entscheidende Verbesserungen» am ursprünglichen Konzept vorgenommen würden, sagte Geissler zum Abschluss des fünf Wochen dauernden Schlichtungsverfahrens.

Überraschend kam die Forderung, keine weiteren Bäume für «Stuttgart 21» im Schlossgarten zu fällen. Nur die Bäume, die in der nächsten Zeit ohnehin absterben würden, sollten gefällt werden dürfen. Alle anderen müssten umgepflanzt werden, sagte Geissler.

Insgesamt sollen laut den ursprünglichen Planungen für «Stuttgart 21» rund 280 Bäume gefällt werden, bei der Abholzung der ersten 25 Bäume in der Nacht zum 1. Oktober hatte der Konflikt um den geplanten Tiefbahnhof seinen Höhepunkt erreicht. Die Polizei griff hart ein. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Wieder Protest

In seiner Empfehlung forderte Vermittler Geissler nun, in dem bislang auf acht Gleise angelegten Tiefbahnhof zwei weitere Gleise zu bauen und die Durchgänge zu verbreitern.

Die durch den Gleisabbau in der Innenstadt frei werdenden Grundstücke sollen in eine Stiftung überführt und damit der Spekulation entzogen werden. Die Bebauung der Grundstücke soll strikten Auflagen unterworfen werden.

Der Schlichterspruch stiess bei den Projektgegnern auf Unverständnis. Gegner von «Stuttgart 21» protestierten schon während des Schlichterspruchs lautstark vor dem Stuttgarter Rathaus. Die oppositionelle Landtags-SPD bezeichnete Geisslers Ablehnung eines Volksentscheids als unverständlich.

Kosten unbekannt

Welche Kosten mit den Nachbesserungen verbunden sind, war unklar. Die Gegner sprachen von 500 Millionen Euro. Durch die Mehrkosten würde die bisher auf 4,5 Milliarden Euro festgelegte Kostenobergrenze gesprengt.

Bahn und Landesregierung hatten eine Überschreitung dieses Betrags stets ausgeschlossen. Die Kosten für «Stuttgart 21» waren bislang auf 4,1 Milliarden Euro kalkuliert worden, rund 480 Millionen Euro wurden als Risikopuffer eingerechnet.

(fest/sda)

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