Genesis-Kapsel wider Erwarten intakt

publiziert: Samstag, 11. Sep 2004 / 16:02 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Sep 2004 / 16:18 Uhr

Washington - Beim Absturz der Genesis-Kapsel ist weniger der wertvollen Sonnenstaub-Fracht an Bord zerstört worden als befürchtet. Einige der dünnen Scheiben, auf denen die Partikel eingefangen worden waren, sind noch intakt.

Mit den Proben sollten alle geplanten Tests durchgeführt werden können.
Mit den Proben sollten alle geplanten Tests durchgeführt werden können.
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Wir sind überrascht, dass wir überhaupt etwas haben, sagte Don Sevilla vom Jet Propulsion Laboratory der Weltraumbehörde NASA, der die Untersuchung leitet. Und der mit der Untersuchung beauftragte Physiker Roger Wiens sagte: Wir sollten die meisten, wenn nicht sogar alle wissenschaftlichen Untersuchungen, die wir geplant hatten, durchführen können.

Grösste Sorge der Wissenschafter ist die Verschmutzung der Kollektoren, weil der Kanister bei dem Aufprall aufgesprungen war. Die Sonnenwindpartikel - Milliarden Atome, die zusammen nur so viel wie ein paar Salzkörner wiegen - hätten sofort nach der Rückkehr in einem hermetisch abgeriegelten Labor untersucht werden sollen.

Die Teilchen sollen den Forschern zeigen, wie der Sonnennebel zusammengesetzt ist, aus dem Planeten, Asteroide, Kometen und die heutige Sonne entstanden sind - die so genannte Ur-Materie.

Ein Wissenschafter-Team der ETH Zürich wollte mit einer weltweit einzigartigen Analysemethode den Sonnenstaub auf seine Zusammensetzung hin untersuchen. Auf diese Weise sollten Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems gewonnen werden.

Die Kapsel war am Mittwoch zur Erde zurückgekehrt. Sie raste aber ungebremst zu Boden, weil sich Fallschirme nicht wie vorgesehen öffneten.

Die NASA, die die Genesis-Sonde vor drei Jahren ins All schoss, befürchtete zunächst, dass das rund 330 Mio. Franken teure Projekt gescheitert sein könnte.

Genesis hatte auf ihrer dreijährigen Reise in einer Entfernung von über 1,6 Millionen Kilometern von der Erde Sonnenpartikel eingefangen. Die Wissenschafter erhoffen sich Aufschluss über die Entstehung des Sonnensystems vor fünf Milliarden Jahren.

(rr/sda)

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