Leserbrief wirft hohe Wellen

Genfer Zeitung soll öffentlich zu Verbrechen angestiftet haben

publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 18:42 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 20:33 Uhr

Genf - Die Genfer Tageszeitung «Le Courrier» kommt wegen eines im November publizierten Leserbriefs ins Visier der Justiz. Generalstaatsanwalt Bernard Bertossa hat eine Untersuchung wegen öffentlicher Anstiftung zu Verbrechen eröffnet.

Verschiedenste Tageszeitungen: Die Genfer zeitung soll zu Verbrechen angestiftet haben.
Verschiedenste Tageszeitungen: Die Genfer zeitung soll zu Verbrechen angestiftet haben.
«Le Courrier» hatte am 26. November 2001 einen Leserbrief eines Kollektivs abgedruckt, das anlässlich der Anti-WTO-Demonstrationen Gewaltanwendungen in bestimmter Form rechtfertigte. Die Zeitung fügte der Lesermeinung eine Stellungnahme hinzu, welche die Meinung der Briefautoren kritisch hinterfragte.

Trotzdem wurde der betreffende Journalist noch im Dezember von der Polizei vorgeladen. Er verweigerte jedoch die Bekanntgabe der Identität der Leserbriefschreiber, wobei er sich auf Artikel 27 des Strafgesetzes berief.

Am 11. Februar wurde «Courrier»-Chefredaktor Manuel Grandjean brieflich vom Generalstaatsanwalt auf die sogenannte Kaskaden-Haftung aufmerksam gemacht. Wenn der Autor des umstrittenen Textes nicht ausfindig gemacht werden könne, sei «der verantwortliche Redaktor der Publikation strafbar», heisst es im Schreiben.

Für Generalstaatsanwalt Bertossa stellt die Affäre «eine interessante Frage zum Medienrecht», wie er der sda sagte. Die Grundsatzfrage laute, ob eine Zeitung, die beispielsweise antisemitische Äusserungen publiziere, sich mit einem kritischen Begleittext aus der Affäre ziehen könne.

(kil/sda)

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