Genfer schaffen «Kantonale Temporärstellen» ab

publiziert: Sonntag, 16. Dez 2007 / 13:25 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 16. Dez 2007 / 16:49 Uhr

Genf - Das Genfer Stimmvolk hat das neue Arbeitslosengesetz mit 69 Prozent Ja-Stimmen angenommen und damit die kantonalen Temporärstellen abgeschafft. Das Resultat basiert auf 92 Prozent der abgegebenen Stimmzettel.

Die kantonalen Temporärstellen waren eine spezielle Genfer Lösung, um Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.
Die kantonalen Temporärstellen waren eine spezielle Genfer Lösung, um Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.
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Höhere Steuern für Reiche, wie von der Linken und den Gewerkschaften in zwei Iniatiativen gefordert, wurden abgelehnt.

Hingegen sagten die Genfer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Ja zu zwei Volksbegehren, die für die Wasser- und Stromverteilung das Staatsmonopol vorsehen.

Die kantonalen Temporärstellen waren eine spezielle Genfer Lösung, um Arbeitslose wieder dem Arbeitsmarkt zuzuführen.

Nach einem Jahr Arbeit in einer öffentlichen oder halböffentlichen Temporärstellen hatten die Stellensuchenden erneut Anrecht auf den Bezug von Leistungen der Arbeitslosenversicherung.

Solidaritätsstellen

Statt den Temporärstellen sollen nun 1000 bis 1500 Solidaritätsstellen im Sozial- und Umweltbereich für Personen in Schwierigkeiten geschaffen werden.

Der Staat wird deren Löhne teilweise übernehmen, vorausgesetzt, die Stellen zielen auch wirklich auf eine berufliche Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.

Mit dem neuen Arbeitslosengesetz sollen die Stellenlosen in den ersten Wochen der Arbeitslosigkeit besser unterstützt werden. Auch soll das Weiterbildungsprogramm ausgebaut werden.

Druck aus Bern

Das Modell der Temporärstellen habe dazu geführt, dass Arbeitslose immer wieder Schlaufen drehen, hatten die Kritiker argumentiert.

Gegenwärtig arbeiten noch rund 1700 Personen an einer solchen Stelle. Der Staat finanzierte dieses Modell mit rund 80 Millionen Franken.

Genf hatte sein Arbeitslosengesetz auf Druck von Bern angepasst. Die Linksallianz hatte dagegen das Referendum ergriffen - wie sich nun in der Volksabstimmung zeigte, erfolglos.

(dl/sda)

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