Geschäftsergebnis durch Machtkampf negativ beeinflusst

Genolier steigert Umsatz dank Übernahme

publiziert: Dienstag, 30. Nov 2010 / 11:21 Uhr
Genolier.
Genolier.

Genolier VD - Dank der Übernahme der Zürcher Klinik Bethanien ist der Umsatz von Genolier im dritten Quartal um über 36 Prozent auf 142,5 Mio. Fr. gestiegen. Allerdings hat der Geschäftsgang der Waadtländer Spitalgruppe unter dem internen Machtkampf gelitten, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Communiqué hervorgeht.

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Verschiedene Projekte seien infolge der Vorkommnisse im Anschluss an die Generalversammlung im Juni für drei bis sechs Monate zurückgestellt worden, was das Geschäftsergebnis des laufenden Jahres beeinflusse. Inzwischen habe sich die Lage aber wieder normalisiert, so Genolier.

Fürs Gesamtjahr rechnet die Spitalgruppe mit einem Umsatz von 190 Mio. Franken. Im Folgejahr dürfte sich dieser bei vergleichbaren Bedingungen aber auf über 200 Mio. Fr. belaufen, hiess es weiter.

Kampf in der Führungsetage

Zum Kampf um die Führung des Unternehmen ist es im Juni gekommen, als Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan und der damalige Direktor und wichtigster Aktionär Antoine Hubert abgesetzt worden waren. Aus Unzufriedenheit über den Geschäftsgang hatte die US-Beteiligungsgesellschaft Lincoln Vale damals diesen Führungswechsel beantragt.

An einer ausserordentlichen Generalversammlung wurden Loretan und Hubert Anfang September wieder ins Gremium gewählt und der Machtkampf für beendet erklärt. Davor war es zu einer Einigung um eine Umbildung des Verwaltungsrates zwischen Hubert und Lincoln Vale gekommen. Im Laufe des Konflikts deckten sich die Streithähne auch gegenseitig mit Klagen ein.

Der ausserordentliche Aufwand dieser Vorkommnisse wurde bei der Präsentation der Halbjahreszahlen im Oktober auf bis zu 4 Mio. Fr. geschätzt. Gemäss der Medienmitteilung vom Dienstag richtet der neue Verwaltungsrat sein Hauptaugenmerk nun auf die Beseitigung der negativen Auswirkungen des Machtkampfes und die Wiederherstellung des Vertrauens.

(bert/sda)

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