George W. Bush: Parlamentarisches Nachspiel nach Auftritt auf Flugzeugträger

publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2003 / 19:57 Uhr

Washington - Der spektakuläre Auftritt von US-Präsident George W. Bush vor einer Woche auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln hat ein parlamentarisches Nachspiel.

George W. Bush posiert im Fliegerdress.
George W. Bush posiert im Fliegerdress.
Parlamentarier der oppositionellen Demokraten werfen dem Präsidenten vor, die Heimkehr des Schiffes in den Hafen von San Diego absichtlich verzögert und damit den Steuerzahler unnötig belastet zu haben. Sie lasten Bush auch an, das Militär als Bühne für PR-Zwecke missbraucht zu haben.

Positive Erfahrung

Der Präsident verteidigte in Washington seinen Besuch der Abraham Lincoln als eine unglaublich positive Erfahrung. Bush hatte auf dem Flugzeugträger das Ende der Kämpfe in Irak verkündet.

Als der Präsident am Donnerstag vergangener Woche in Pilotenanzug mit einem S-3-Viking-Kampfflugzeug auf der USS Abraham Lincoln landete, befand sich das Schiff weniger als 50 Kilometer von der kalifornischen Küste entfernt.

Vertreter des Pentagon sagten der Washington Post, dass der Flugzeugträger in Sichtweite von San Diego gekreuzt sei, während der Präsident an Bord übernachtete, statt direkt auf den Heimathafen zuzusteuern.

Verzögerung durch Besuch?

Die USS Abraham Lincoln habe 20 Stunden für eine Entfernung gebraucht, für die normalerweise nur ein oder zwei Stunden gebraucht würden, hiess es aus dem Verteidigungsministerium.

Dies sei jedoch nicht wegen des Präsidenten getan worden, sondern weil das Schiff schneller den Rückweg vom Persischen Golf zurückgelegt habe als ursprünglich erwartet.

Den am Hafen wartenden Familien der Soldaten werde kein Gefallen getan, wenn das Schiff früher eintreffe, sagte ein Marinesprecher der Zeitung zur Begründung.

1,05 Mio. Franken pro Tag

Kongressmitglieder der Demokraten gehen jedoch davon aus, dass die Heimkehr des Schiffes wegen des Präsidenten verzögert wurde. Die demokratischen Vertreter im Finanzausschuss des Repräsentantenhauses haben errechnet, dass ein Extra-Tag der USS Abraham Lincoln auf See rund 1,05 Mio. Franken kostet.

(bert/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Das Ziel des Starshield-Projekts ist die kontinuierliche Überwachung der Erdoberfläche, insbesondere für militärische Zwecke.
Das Ziel des Starshield-Projekts ist die kontinuierliche ...
Nach Berichten aus den USA plant SpaceX den Bau eines neuen Satellitennetzwerks für einen US-Geheimdienst. Dieses Netzwerk namens «Starshield» soll die gesamte Erdoberfläche überwachen. mehr lesen 
Musikstreaming-Apps im App Store  Brüssel hat Apple mit einer Geldstrafe in Höhe von 1,8 Milliarden Euro belegt. Laut einer Untersuchung der EU-Kommission hat das US-Unternehmen seine dominante Stellung durch bestimmte ... mehr lesen
Apple hatte Musikstreaming-Konkurrenten im App Store benachteiligt.
Während die USA und andere Länder sich auf die bevorstehenden Wahlen vorbereiten, prognostiziert eine neue Studie eine Eskalation der täglichen Aktivitäten von bösartig-manipulierenden Akteuren, die von KI gesteuert werden, bis Mitte 2024. mehr lesen  
Die US-Army testet KI gesteuerte Drohnen - und wurde überrascht.
Obwohl künstliche Intelligenz komplexe Probleme lösen kann, hat sie auch ihre Grenzen. In einem virtuellen Test des US-Militärs mit KI-gesteuerten Drohnen sollen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 4°C 8°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Basel 6°C 10°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 2°C 5°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen trüb und nass
Bern 3°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 5°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Genf 6°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten