Georgien begann Krieg - Russland provozierte
publiziert: Mittwoch, 30. Sep 2009 / 12:10 Uhr

Brüssel - Georgien hat den Krieg mit Russland vor 13 Monaten laut einem Untersuchungsbericht mit seinem Einmarsch in die abtrünnige Region Südossetien begonnen. Russland provozierte zuvor jedoch monatelang und schlug nach dem Vormarsch «unverhältnismässig» hart zurück.

Georgien feuerte laut Bericht den ersten Schuss ab.
Georgien feuerte laut Bericht den ersten Schuss ab.
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Dies geht laut der «Süddeutschen Zeitung» und der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» aus dem Bericht einer unabhängigen Expertengruppe unter der Leitung der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini hervor. Die Untersuchung war im Auftrag der EU erfolgt.

Beweise für die Behauptung des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili, er habe mit dem Einmarsch georgischer Soldaten lediglich auf eine vorherige Invasion in Südossetien durch russische Truppen reagiert, seien nicht gefunden worden, schreiben die Zeitungen in Berufung auf den Bericht.

Moskau hatte das Einrücken seiner Truppen nach Südossetien mit seinem Recht begründet, dort lebende russische Staatsbürger und die Soldaten einer seit 1992 russischen «Friedenstruppe» in Südossetien zu schützen.

Russland trägt Mitschuld

Obwohl Georgien in der Nacht zum 8. August 2008 den ersten Schuss in Südossetien abgefeuert habe, trage auch Russland erhebliche Schuld an der Eskalation des Konflikts, stellte Tagliavini den Berichten zufolge fest. So habe Moskau beständig zur Destabilisierung der Lage in den abtrünnigen georgischen Regionen Südossetien und Abchasien beigetragen.

Russland habe beispielsweise in grossem Umfang russische Pässe an Separatisten ausgegeben. Der Vertreibung von Georgiern aus Südossetien seien die Soldaten der russischen «Friedenstruppe» hingegen nicht entgegengetreten.

Nach dem Ausbruch des Konflikts habe Russland «unverhältnismässig» hart gegen Georgien zurückgeschlagen, heisst es weiter. Mit der Besetzung weiter Teile von Kern-Georgien, der Zerstörung georgischer Schiffe und der Besetzung des oberen Kodori-Tals in Abchasien sei gegen das Völkerrecht verstossen worden.

(ht/sda)

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