Gesetzliche Schranken für Gentests am Menschen

publiziert: Dienstag, 5. Okt 2004 / 13:50 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Okt 2004 / 14:52 Uhr

Bern - Gentests werden in klare gesetzliche Schranken gewiesen. Stillschweigend hat der Nationalrat die letzte kleine Differenz im Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) ausgeräumt.

Nach dem neuen Gesetz darf niemand aufgrund seines Erbguts diskriminiert werden.
Nach dem neuen Gesetz darf niemand aufgrund seines Erbguts diskriminiert werden.
Noch offen war eine Divergenz bei den Informations- und Beratungsstellen für pränatale Untersuchungen. Der Ständerat hatte befürchtet, dass die Schwangerschaftsberatungsstellen ausgebaut werden müssten. Die Stellen sollen nun bloss in allgemeiner Weise informieren und beraten, womit der Nationalrat einverstanden war.

Damit ist das GUMG bereit für die Schlussabstimmung am Freitag. Es legt fest, unter welchen Vorausssetzungen Gentests zulässig sind. Gentests erlauben nämlich nicht nur das Entdecken von Krankheitsveranlagungen und damit eine bessere Diagnose, Therapie und Prophylaxe: Als Schlüssel zu sensiblen Informationen werfen sie auch heikle ethische, psychologische, rechtliche und soziale Fragen auf.

Nach dem neuen Gesetz darf niemand aufgrund seines Erbguts diskriminiert werden. Das Selbstbestimmungsrecht - mit Einschluss des Rechts auf Nichtwissen - muss jederzeit gewahrt bleiben. Der Datenschutz wird streng geregelt. Zur Durchführung genetischer Untersuchungen brauchen die Laboratorien eine Bewilligung.

Genetische Untersuchungen sind nur erlaubt, wenn sie einem medizinischen Zweck dienen. Verboten sind pränatale Tests, wo es um Eigenschaften geht, welche die Gesundheit des Ungeborenen nicht direkt beeinträchtigen. Untersagt ist es auch, zu einem andern Zweck als der Krankheits-Diagnose auf diesem Weg das Geschlecht festzustellen.

Im Arbeitsbereich dürfen Arbeitgeber grundsätzlich weder präsymptomatische genetische Untersuchungen noch die Offenlegung früherer Tests verlangen. Ausnahmen sind unter strengen Auflagen zulässig, wenn es um das Verhüten von Berufskrankheiten und Unfällen geht.

(fest/sda)

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