Gespräche zwischen Alinghi und Oracle gescheitert
publiziert: Donnerstag, 23. Apr 2009 / 18:00 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 23. Apr 2009 / 20:02 Uhr

Im 33. America's Cup kommt es voraussichtlich nur zum Duell der zwei Giganten mit Titelverteidiger Alinghi und dem US-Team Oracle.

Alinghi wird eine neues Boot präsentieren.
Alinghi wird eine neues Boot präsentieren.
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Die beiden Streitparteien fanden in Genf keine Einigung für ein klassisches Regatta-Format.

Der wohl letzte Versuch, ein gemeinsames Regelwerk für eine konventionelle Cup-Regatta mit vielen Herausforderern aus verschiedenen Ländern auszuarbeiten, scheiterte. Die beiden Parteien hatten schon vor dem Rechtsstreit keine Lösung gefunden.

Ja zu Duell

Nach zweieinhalbstündigen Gesprächen nahm das Bertarelli-Team die Herausforderung der Amerikaner für ein Duell 2010 auf Mehrrumpfbooten an und gab somit nach dem verlorenen Rechtsstreit Oracles ursprünglichen Forderungen für den Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt statt.

Alinghi wollte die Vorschläge, welche Herausforderer Oracle für eine konventionelle Regatta auf den Tisch legte, nicht akzeptieren und trägt lieber das gerichtlich auferzwungene Duell aus. «Wir wurden von Oracle gezwungen, ein Mehrrumpfboot zu konstruieren. Es war ihre Wahl, nun müssen wir uns dem beugen», sagte Alinghi-Skipper Brad Butterworth. Alinghi wie auch Oracle wären unter Umständen aber bereit, Herausforderer zuzulassen, die ebenfalls auf Kata- oder Trimaranen antreten wollen.

Nächster Streit vorprogrammiert

In einem Statement des Golden Gate Yacht Club für das amerikanische Team Oracle heisst es: «Die klaren Vorschläge des GGYC für einen wettbewerbsintensiven, konventionellen America's Cup auf Einrumpf-Yachten wurden von Alinghi abgelehnt. Alinghi beharrt auf dem Match im Sinne der Stiftungsurkunde.»

Derzeit sieht es nicht danach aus, dass sich die beiden Teams darauf verständigen können, in welcher Form weitere Herausforderungen für den 33. Cup zugelassen werden. Somit kommt es wohl 2010 zum direkten Mehrrumpfduell vor Valencia. Der Sieger wird in einer Best-of-3-Serie ermittelt.

Der nächste Streitpunkt ist allerdings vorprogrammiert. Die Schweizer wollen durchsetzen, dass dieses Duell im Mai 2010 stattfindet (sofern keine Herausforderer hinzustossen), Oracle will bereits früher segeln. Weitere Differenzen könnte es geben, wenn Alinghi sein Boot präsentiert. BMW-Oracle hat seinen knapp 30 Meter langen Trimaran bereits im vergangenen August erstmals zu Wasser gelassen, Alinghi hält seine «Waffe» noch bedeckt.

(ht/Si)

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Weder das BMW Oracle-Team und der Golden Gate Yacht Club noch das Alinghi-Team und die Société Nautique de Genève haben in dieser Auseinandersetzung ihr Gesicht verloren. Es ist legitim, unterschiedliche Standpunkte zu vertreten. Es sind vielmehr die amerikanischen Gerichte, welche einmal mehr die Rechtssprechung in den USA in einem schlechten Licht zeigen. Ihre schleppende Behandlung des Falles über mehrere Jahre und ihr erneutes Unvermögen, einen Entscheid zu fällen, der in Übereinstimmung mit der Stiftungsurkunde Klarheit über den Zeitpunkt des Matches gibt, führen zu einer zeitlichen Verzögerung im America Cup, unter welchem vor allem die 18 angemeldeten Challenger zu leiden haben. Durch die nun schon seit 2007 andauernde Ungewissheit haben die Mannschaften ihre Sponsoren verloren, und die meisten Teams sind in einem bedauernswerten Zustand. Hoffen wir, der Streit über das Austragungsdatum des 33. America-Cups werde in absehbarer Zeit beigelegt, so dass wir uns wieder der Faszination des Segelsports zuwenden können.
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