Gestohlene Kreditkarten werden im Internet am meisten gehandelt

publiziert: Montag, 24. Nov 2008 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Nov 2008 / 15:17 Uhr

Cupertino/München - Die Schattenwirtschaft im Internet blüht. Innerhalb eines Jahres seien im Netz gestohlene Waren und entsprechende Dienstleistungen im geschätzten Gesamtwert von 276 Mio. Dollar angeboten worden, berichtete Symantec.

Gestohlene Kreditkarten-Informationen gehören unter Internet-Kriminellen zu den meistgehandelten Waren im Netz.
Gestohlene Kreditkarten-Informationen gehören unter Internet-Kriminellen zu den meistgehandelten Waren im Netz.
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Gestohlene Kreditkarten-Informationen gehören unter Internet-Kriminellen zu den meistgehandelten Waren im Netz (31 Prozent), teilte der der IT-Sicherheitsspezialist mit. Im Handel damit hätten Cyber-Kriminelle einen Maximalwert von 5,3 Mrd. Dollar in ihre Kassen gespült - gemessen an einem durchschnittlichen Kreditrahmen von 4000 Dollar.

Finanzdaten wie Kontonummern liegen danach auf dem zweiten Platz der Beliebtheitsskala (20 Prozent). Von ihnen waren Daten im potenziellen Wert von rund 1,7 Mrd. Dollar im Angebot.

Der Untergrund-Handel in Netz habe sich zu einem effizienten globalen Marktplatz entwickelt, fasst Symantec die Ergebnisse seiner einjährigen Erhebung zusammen. Die Akteure arbeiteten sowohl in lockeren Gruppen als auch in straff organisierten Banden zusammen.

Kreditkarten-Daten werden dabei zu Preisen zwischen 10 Cent und 25 Dollar angeboten, zum Teil gebe es auch Mengenrabatt. Das Know-how für ihre Raubzüge suchten die Betrüger in Form von Fachkräften und Experten, etwa Software-Programmierer und «talentierte Datendiebe», über ganz «normale» Stellenanzeigen.

Die Ergebnisse aus den Ermittlungen zwischen Juli 2007 und Juni 2008 veröffentlichte Symantec im «Report on the Underground Economy». Dafür beobachtete das Unternehmen insgesamt 69'130 aktive Händler und wertete über 44 Millionen E-Mails aus, die in Untergrund-Foren ausgetauscht wurden.

(fest/sda)

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