Geteiltes Echo auf fünf Jahre deutsche Rechtschreib-Reform
publiziert: Donnerstag, 31. Jul 2003 / 20:20 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Jul 2003 / 21:46 Uhr

Wiesbaden - Fünf Jahre nach in Kraft treten der deutschen Rechtschreib-Reform fällt die Bilanz von Sprach-Experten unterschiedlich aus. Die Änderungen bei Schreibweisen und Kommaregelungen waren am 1. August 1998 umgesetzt worden.

Der Vorsitzende der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Professor Rudolf Hoberg.
Der Vorsitzende der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Professor Rudolf Hoberg.
Insgesamt sehr positiv entwickelt hat sich die Reform nach Meinung des Vorsitzenden der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Professor Rudolf Hoberg.

Nach Auffassung der zwischenstaatlichen Kommission aus Vertretern der Bundesrepublik, Österreichs und der Schweiz stehe der endgültigen Einführung der Rechtschreibreform im August 2005 nichts im Wege.

Die Forschungsgruppe Deutsche Sprache (Berlin) monierte dagegen, die deutsche Sprache habe die Reform nicht unbeschädigt überstanden. Anders als gedacht gebe es inzwischen mehr Fehler als vorher.

Auch der Initiator des schleswig-holsteinischen Volksbegehrens zum Stopp der Rechtschreibform, der Verleger Matthias Dräger, sagte, das Reformziel, die Rechtschreibung zu vereinheitlichen, sei verfehlt worden. Mit zahlreichen neuen Ausnahmebestimmungen und Sonderregeln sei die Rechtschreibung verkompliziert worden.

Die seit dem 1. August 1998 gültigen Regeln würden vom allergrössten Teil der deutschen Zeitungen und Zeitschriften befolgt, sagte dagegen der GfdS-Vorsitzende Hoberg in Wiesbaden.

Er verwies auf das Ergebnis einer Umfrage der zwischenstaatlichen Kommission für die deutsche Rechtschreibung. Danach würden die neuen Regelungen in neu erscheinenden Büchern zu 70 bis 80 Prozent befolgt.

Allerdings sei dabei zu differenzieren: Während in Schul- und Jugendbüchern die neuen Regeln ausnahmslos Einzug gehalten hätten, sei dies bei Sachbüchern zu 70 bis 80 Prozent und in der Belletristik zu mehr als 50 Prozent der Fall. Bei Romanen stellten die Verlage den Autoren frei, ob sie sich an die Rechtschreibreform halten oder nach den alten Regeln schreiben wollten.

Geteilt sei die Einstellung zur Reform bei Lehrern. Während Grundschullehrer von Anfang an zu den Befürwortern gezählt hätten, sei die Resonanz bei Lehrern der weiterführenden Schulen zurückhaltend gewesen.

(bert/sda)

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