Gewalt gegen Zuwanderer in Südafrika fortgesetzt

publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 10:16 Uhr

Johannesburg - Die fremdenfeindliche Gewalt in der südafrikanischen Metropole Johannesburg hat sich in der Nacht fortgesetzt. Inzwischen kam es auch in der Hafenstadt Durban zu Übergriffen.

Zeitungsstand im Zentrum von Johannesburg.
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Dort griffen rund 100 südafrikanische Bewohner des Armenviertels Umbilo Zuwanderer aus Nigeria an. Ein Polizeisprecher erklärte, der mit abgebrochenen Glasflaschen und Steinen bewaffnete Mob wolle die Nigerianer vertreiben.

Die Situation sei gespannt, die Polizei zeige starke Präsenz. Während die Zeitung «The Mercury» von sechs Verletzten berichtete, konnte die Polizei diese Angaben nicht bestätigen.

Derweil steigt die Sorge um die Konsequenzen für den Tourismus und die Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in dem Kap-Staat. Danny Jordaan, der Chef des WM-Organisationskomitees, erklärte, die Gewalt stehe in krassem Gegensatz zur Idee eines völkerverbindenden Sportereignisses.

Angst vor Übergriffen

In Johannesburgs Armenviertel Tembisa wurden wieder drei Menschen mit Schusswunden ins Spital gebracht. Dort ging die Polizei erneut gegen hunderte Bewohner vor, die auf der Suche nach Zuwanderern aus anderen afrikanischen Ländern unterwegs waren.

Aus Angst vor Übergriffen verbringen tausende Ausländer die Nächte auf Polizeiwachen, in Kirchen und Gemeindesälen. Viele Südafrikaner machen Flüchtlinge aus anderen afrikanischen Ländern für Arbeitslosigkeit und eine hohe Kriminalitätsrate verantwortlich.

Die grösste Gewerkschaft des Landes und die Menschenrechtskommission fordern inzwischen den Einsatz der Armee. Seit Ausbruch der brutalen Gewalt vor anderthalb Wochen sind nach offiziellen Angaben zwei Dutzend Menschen getötet, Hunderte verletzt und rund 13'000 vertrieben worden.

(smw/sda)

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