Gewalttätige Zusammenstösse in Bangkok

publiziert: Dienstag, 2. Sep 2008 / 19:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Sep 2008 / 19:59 Uhr

Bangkok - Nach gewalttätigen Zusammenstössen zwischen Gegnern und Anhängern der thailändischen Regierung hat Ministerpräsident Samak Sundaravej über Bangkok den Ausnahmezustand verhängt. Bei den nächtlichen Unruhen gab es mindestens einen Toten.

Die Unruhen forderten mindestens 44 Verletzte.
Die Unruhen forderten mindestens 44 Verletzte.
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Die Strassenkämpfe ereigneten sich im Regierungsviertel, das tausende Unterstützer des Protestbündnisses seit mehr als einer Woche belagern. Fernsehbilder zeigten Demonstranten mit Helmen und Schlagstöcken, die aufeinander losgingen und sich gegenseitig mit Steinen bewarfen.

Auf den Strassen lagen blutende Menschen. Die Polizei brachte die Lage nach eigenen Angaben rasch unter Kontrolle, forderte aber Verstärkung durch die Armee an. Ein Sprecher des nationalen Rettungszentrums sagte, ein Mann sei getötet und 44 weitere seien verletzt worden.

Der Armeechef schloss trotz Ausnahmezustand einen Militärputsch oder die Anwendung von Gewalt gegen Demonstranten aus.

Regierungssitz weiter belagert

Die Opposition weigerte sich, dem Notstandserlass zu folgen und den seit rund einer Woche besetzten Regierungssitz zu räumen. «Sie sind nicht genug, um uns alle ins Gefängnis zu stecken», sagte Chamlong Srimuang, einer der Anführer der Oppositionspartei PAD, vor Tausenden Anhängern, die sich auf dem Gelände hinter Barrikaden aus Autoreifen und Stacheldraht verschanzt hielten.

Die aus militanten Nationalisten, Anhängern des Königs und Gewerkschaftern bestehende Volksallianz für Demokratie kämpft für Samaks Sturz. Sie sieht im Sieger der Parlamentswahl vom vergangenen Dezember eine «Marionette» seines 2006 in einem unblutigen Militärputsch abgesetzten Vorgängers Thaksin Shinawatra.

(ht/sda)

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