Gewalttätige Zusammenstösse in Nicaragua
publiziert: Sonntag, 1. Mrz 2009 / 08:25 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 1. Mrz 2009 / 10:05 Uhr

Managua - In mehreren Städten Nicaraguas sind die Anhänger der Opposition auf die Strasse gegangen, um «gegen Hunger und Diktatur» zu protestieren. Bei Zusammenstössen mit Sympathisanten der Regierung wurden zahlreiche Menschen verletzt.

Die Opposition wirft der Regierung Wahlfälschung vor. (Archivbild)
Die Opposition wirft der Regierung Wahlfälschung vor. (Archivbild)
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In der Hauptstadt Managua bewarfen Anhänger des linksgerichteten Präsidenten Daniel Ortega die rund 2000 Teilnehmer eines Protestzugs der Opposition mit Steinen und Knallkörpern.

Bei einer Demonstration in Chinandega, nordwestlich von Managua, wurde ein Parlamentarier der konservativen Opposition von einem Stein am Kopf getroffen und musste in ein Spital gebracht werden.

Etwa 20 Oppositionsparteien und Organisationen hatten die Proteste gegen Ortega organisiert. Sie werfen der Partei des linksgerichteten Staatschefs vor, die Kommunalwahlen im November zu ihren Gunsten gefälscht zu haben.

Die UNO, die EU und die USA hatten mangelnde Transparenz bei dem Urnengang beklagt. Washington drohte Nicaragua Mitte Dezember mit «ernsthaften Konsequenzen», wenn die Regierung in Managua den Streit nicht binnen 90 Tagen zur Zufriedenheit aller im Land beilege.

(ht/sda)

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