Ghana: Wahlwiederholung in einem Wahlkreis
publiziert: Dienstag, 30. Dez 2008 / 22:29 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 31. Dez 2008 / 00:10 Uhr

Accra - Die Präsidentenwahl im westafrikanischen Ghana, bei der sich ein Sieg des Oppositionskandidaten John Atta Mills abzeichnet, muss in die Verlängerung: Wegen organisatorischer Probleme soll der Urnengang in einem der Wahlkreise wiederholt werden.

Die Wahlen liefen laut EU-Beobachtern insgesamt korrekt ab.
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Das teilte die Wahlkommission in der Hauptstadt Accra mit. Im Wahlkreis Tain werde der Wahlgang am 2. Januar erneut stattfinden, sagte der Vorsitzende der Wahlkommission. Am Wahltag waren dort laut Medienberichten vorzeitig die Wahlzettel ausgegangen.

Nach Auszählung von 222 der 230 Wahlbezirke hat sich örtlichen Medien zufolge Mills vom oppositionellen Nationaldemokratischen Kongress (NDC) durchgesetzt. Er kommt demnach auf 50,13 Prozent der Stimmen. Der Kandidat der Regierungspartei, Nana Akufo-Addo, liege bei 49,87 Prozent. Insgesamt waren 12,8 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen.

Vorwürfe untersucht

Die Wahlkommission untersuchte im Laufe des Tages Vorwürfe der Wahlfälschung aus beiden Lagern. Wahlbeobachter der Europäischen Union sprachen hingegen von einem «glaubwürdigen» Urnengang. Trotz erhöhter Spannungen hätten die Ghanaer ihre Stimme in einem Klima der Transparenz abgeben können, sagte der Chef der Beobachtermission.

Nach zwei Amtszeiten durfte der scheidende Präsident John Kufuor nicht wieder antreten. Der Stichentscheid war angesetzt geworden, nachdem keiner der Kandidaten in der ersten Runde am 7. Dezember die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen erzielt hatte.

Test für Stabilität

Der Urnengang gilt als Test für die Stabilität der Demokratie in der ehemaligen britischen Kolonie. Ghana steht für afrikanische Verhältnisse wirtschaftlich recht gut da. Im vergangenen Jahr wurden vor der Küste Ghanas grosse Mengen Erdöl entdeckt.

Bereits jetzt bringt der Export von Gold, Kakao, Kaffee, Holz und Diamanten dem Land hohe Millionenbeträge. Dennoch ist der 23 Millionen Einwohner zählende Staat weiter auf Entwicklungshilfe angewiesen.

(ht/sda)

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