Gipfeli versüssen erneute Metro-Panne in Lausanne
publiziert: Montag, 27. Okt 2008 / 07:32 Uhr / aktualisiert: Montag, 27. Okt 2008 / 20:17 Uhr

Lausanne - In Lausanne hat am Montag die erste echte Metro der Schweiz den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Die ersten drei Stunden mit vielen Berufsleuten verliefen problemlos. Danach führten zwei Pannen zu zwei einstündigen Betriebsunterbrüchen.

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Kurz vor der Haltestelle am Bahnhof Lausanne verlor einer der führerlosen Metrozüge um 8.47 Uhr für wenige Sekunden den Kontakt zum Steuerungssystem. Resultat: Alle elf im Einsatz stehenden Fahrzeuge wurden aus Sicherheitsgründen gestoppt.

Glücklicherweise befanden sich die Züge in den Haltestellen, so dass alle Passagiere die Wagen nach etwa zehn Minuten verlassen konnten. Sie wurden aufgefordert, auf das Busnetz der Lausanner Verkehrsbetriebe (tl) umzusteigen. Erst eine Stunde nach dem Vorfall setzte der Betrieb wieder ein.

Die zweite Panne ereignete sich kurz nach 13 Uhr. Ein Rucksack eines Fahrgastes blieb in einer automatischen Wagentüre eingeklemmt und blockierte das gesamte System.

Mit Pannen gerechnet

Die tl-Verantwortlichen hatten mit solchen Pannen gerechnet. Die vollautomatisch, ohne Fahrpersonal funktionierende Metro hatte sich in den Tests als zwar sicher, aber noch zu störungsanfällig erwiesen.

Deswegen hatten die Lausannerinnen und Lausanner die Metro M2 nach der offiziellen Einweihung am 18. September nur ein verlängertes Wochenende lang benutzen dürfen. Danach schraubten die tl weiter an der Feinabstimmung.

Dass dies bei solch komplexen Systemen mit viel Informatik und Elektronik viel Zeit beansprucht, sei normal, erklärte tl-Direktor Michel Joye. Eine von System her vergleichbare Metrolinie in Paris habe ein Betriebsjahr gebraucht, um die Störungsanfälligkeit auf das gewünschte Mass zu reduzieren.

Gelassene Passagiere

Die meisten Fahrgäste nahmen die Pannen gelassen. Sie stiegen entweder aufs Busnetz um oder warteten geduldig auf den nächsten Zug. Die tl versüssten die Wartezeit mit Gipfeli, die sie den Fahrgästen am ersten Betriebstag offerierten.

In den Genuss von Kaffee und Gipfeli waren auch die ersten regulären Passagiere gekommen. Mehrere Dutzend Politiker, Medienleute und Bahnbegeisterte hatten sich um 5.26 Uhr in Ouchy zur kommerziellen Inbetriebnahme eingefunden.

Die 736 Millionen Franken teure M2 führt von Ouchy am See über das Lausanner Stadtzentrum und das Universitätsspital nach Epalinges im Norden des Waadtländer Hauptortes. Dabei überwindet die Pneu-Bahn auf 5,9 Kilometer 338 Höhenmeter.

Mit Steigungen von bis zu 12 Prozent handelt es sich um die steilste Metro der Welt. Einige der 14 Metro-Stationen befinden sich bis zu 25 Meter unter dem Boden.

(fest/sda)

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