Torrent-Seiten ausgeschlossen
Google blockt Piraten-Portale
publiziert: Donnerstag, 24. Nov 2011 / 17:45 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 24. Nov 2011 / 18:08 Uhr
«The Pirate Bay» wächst unaufhaltsam - ganz zum Missfallen der Medienindustrie.
«The Pirate Bay» wächst unaufhaltsam - ganz zum Missfallen der Medienindustrie.

Mountain View - Im Januar 2011 hat Google damit begonnen Begriffe, die mit Piraterie in Zusammenhang stehen, von den Autocomplete- und Instantservices auszunehmen, wie torrentfreak.com berichtet. Die Liste der verbotenen Suchbegriffe wurde kürzlich wieder erweitert und enthält jetzt auch die Namen der beliebtesten Bittorrent-Seiten, darunter auch the Pirate Bay.

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Obwohl die betroffenen Seiten noch von Google gefunden werden, haben die Massnahmen zu einem markanten Abfall bei der Zahl der Suchanfragen geführt. «Eine Steuerung der Suchergebnisse durch Google hat es immer schon gegeben. Ein grosses Problem ist die Intransparenz solcher Massnahmen», sagt Christian Jeitler von Quintessenz gegenüber pressetext.

Wettbewerbsnachteil

Bei der Suche nach Filesharing-Portalen werden User seit kurzem nicht mehr vom Algorithmus der Suchmaschine unterstützt. Die Eingabe in die Suche wird bei bestimmten Begriffen nicht mehr automatisch vervollständigt und auch die Suchergebnisse erscheinen nicht mehr sofort nachdem die Nutzer zu tippen begonnen haben. Das scheint auf den ersten Blick nicht weiter tragisch, hat aber enormen Einfluss auf die Anzahl der Suchanfragen nach den Filesharing-Portalen. «Menschen gewöhnen sich an Funktionen. Der Durchschnittsuser versucht nicht auf fünf verschiedene Arten nach einer Seite zu suchen», so Jeitler.

Google rechtfertigt die Massnahme als Schutz vor Urheberrechtsverletzungen. Damit beugt sich der Internetkonzern den Interessen der Rechteinhaber. «Mit solchen Schritten wird der Einflussnahme Tür und Tor geöffnet. Leider gibt es diese Tendenz immer öfter. Im Fall Wikileaks wurde sichtbar, dass auch Regierungen die Inhalte im Netz beeinflussen wollen», sagt Jeitler. Die Google-Massnahmen betreffen eine Reihe von Firmen, die durchaus legitime Geschäftsmodelle haben. Durch das Quasi-Monopol von Google erleiden diese Unterrnehmen so beträchtliche wirtschaftliche Schäden.

Erster Schritt

«Das ist nur ein erster Schritt in Richtung klassischer Zensur», kritisiert Jeitler die Änderungen. Dass Google zur Zensur bereit ist, hat der Konzern mit seinen ursprünglichen Zugeständnissen an China schon unter Beweis gestellt. Angst vor einer Big Brother Rolle des Internetkonzerns ist aber nicht angebracht. «Auch wenn Google grosse Marktmacht hat, gibt es immer noch Alternativen. AltaVista ist schnell verschwunden. Das kann auch Google passieren», erklärt Jeitler.

(dyn/pte)

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