Konkurrenz zeigt sich betont unbeeindruckt
Google+ kommt bei den Nutzern an
publiziert: Freitag, 22. Jul 2011 / 22:18 Uhr
Erfolgreich gestartet: Google + zählt bereits über 10 Millionen Nutzer.
Erfolgreich gestartet: Google + zählt bereits über 10 Millionen Nutzer.

Schon drin bei Google+ oder noch draussen? Diese Frage ist unversehens zum Gradmesser der digitalen Existenz geworden. In nur rund drei Wochen nach dem Start ist das Social Network bei den Internet-Nutzern angekommen. Obwohl die Online-Plattform in der ersten Testphase noch nicht öffentlich zugänglich ist, sind bereits zehn Millionen Nutzer dabei. Noch wichtiger: Das Netzwerk lebt und wird rege genutzt.

10 Meldungen im Zusammenhang
Facebook hat das geschafft, was Google+ nach schaffen will: Zu einem Alltagsphänomen für die breite Masse zu werden. Für den Neuling ist das noch ein weiter Weg. Allerdings scheint das Interesse ungewöhnlich hoch zu sein, denn noch immer werden viele Test-Nutzer von Google+ häufig um Einladungen gebeten.

Wave und Buzz brachten keinen Erfolg

«Google hat es mit Google+ geschafft, nach den bisherigen Versuchen mit Wave und Buzz eine hohe Aufmerksamkeit und sehr positives Feedback für sein neues Social Network zu erhalten», sagt Curt Simon Harlinghausen von der Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

Das 2009 gestartete Wave sollte eine innovative E-Mail-Alternative werden - und wurde im vergangenen Jahr von Google eingestellt. Für viele Nutzer war dieser Dienst trotz spannender Möglichkeiten einfach zu kompliziert. Buzz, 2010 gestartet, hat den E-Mail-Dienst von Google erweitert, konnte die Nutzer aber nicht dauerhaft fesseln.

Google+ ist weit weniger innovativ als Wave - und überfordert deswegen niemand. Im Zentrum des Netzwerks steht die bewährte Idee des «Streams»: Dieser Strom schwemmt ständig neue Beiträge an - kleine Textmitteilungen, ein Foto oder Video, ein Hinweis auf einen Internet-Link oder die Antwort auf die immer wieder gestellte Frage: Wo bist Du gerade?

Das von Facebook und anderen Netzwerken erfolgreich genutzte Stream-Konzept wurde von Google behutsam erweitert. Zum einen ist es nicht mehr nötig, einen Kontakt zu bestätigen - wie beim Kurzmitteilungsdienst Twitter «folgt» man einfach den Personen, die man für interessant hält. Zum anderen kann man diese Kontakte in «Kreise» einteilen und dann gezielt mit unterschiedlichen Mitteilungen bespassen: Die Familie bekommt andere Botschaften zu sehen als der Kollegenkreis. Diese Idee verfolgt auch das Soziale Netzwerk Diaspora - um dieses Open-Source-Projekt ist es allerdings recht still geworden.

Kritische Stimmen von der Konkurrenz

Während Google+ für Furore sorgt, machen die Konkurrenten einen leicht nervösen Eindruck. So wollte der Brite Michael Lee Johnson mit einer Facebook-Anzeige auf sein Google+-Profil aufmerksam machen - erhielt dann aber die Mitteilung, dass alle seine Anzeigen wegen Verletzung der Nutzungsbestimmungen gesperrt worden seien.

Dazu befragt antwortet eine Facebook-Sprecherin: «Wie andere Unternehmen und entsprechend unserer seit einiger Zeit verfolgten Linie behalten wir uns das Recht vor, keine Anzeigen zu verbreiten, die für Produkte oder Dienste von Wettbewerbern werben.» Offiziell gibt sich Facebook bei der Frage nach dem neuen Konkurrenten freilich gelassen: «Wenn es darum geht, das Web sozialer zu machen, stehen wir noch ganz am Anfang, da gibt es überall Möglichkeiten für Innovationen.»

Ausgesprochen kritisch äusserte sich LinkedIn-Chef Jeff Weiner: Für Google+ gebe es gar keinen Platz mehr in der Landschaft der Sozialen Netzwerke. Die eigene Business-Plattform werde fürs Berufsleben genutzt, Facebook für den Austausch mit Familien und Freunden und Twitter für schnelle Mitteilungen an ein grosses Publikum. Wann solle er jetzt noch Google+ nutzen? «Ich habe keine Zeit mehr», gab sich Weiner selbst die Antwort.

Mehr und bessere Werbung ist das Ziel

In den kommenden Wochen und Monaten werde sich zeigen, wie sich Google+ gegenüber Facebook und anderen Sozialen Netzwerken behaupten könne, erklärt Branchenexperte Harlinghausen. «Die Frage nach den Mehrwerten, die Google seinen Nutzern bieten muss, beinhaltet technische und funktionale Innovationen, aber auch emotionale und rationale Aspekte.» Schliesslich müsse ein Nutzer davon überzeugt sein, die bisherige Umgebung zugunsten von Google+ zu verlassen. «Wenn die Nutzer wirklich alle ihre privaten Daten bei Google hinterlegen werden, kann Google+ sich zu einem der führenden Sozialen Netzwerke erheben und auch anhand steigender Nutzerzahlen ein hohes Vermarktungspotenzial entwickeln.»

Denn darum geht es letztlich, auch wenn Google-Sprecher Keuchel dazu bislang keinerlei Aussage trifft. Der Marktführer bei der Online-Werbung könnte auf seine bewährten Werbeformen zurückgreifen. Darüber hinaus «bieten sich neue innovative Werbeformen an, die insbesondere auf Empfehlungsmarketing basieren können», erklärt Harlinghausen. Hier gebe es ein «gewaltiges Vermarktungspotenzial».

(dyn/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Wien - Eine neue Studie von RJ Metrics zur Nutzung von Google+ (G+) kommt zum Ergebnis, dass das Prestigeprojekt des ... mehr lesen
Google selber verweist auf die privaten Aktivitäten seiner sozialen Plattform.
Chris Chabot veröffentlichte die ersten Details.
Palo Alto - Google hat die ersten ... mehr lesen
Mountain View/San Francisco - Eine Missachtung des Echtnamensgebots bei der Anmeldung zu Google+ führt nicht ... mehr lesen
Google+ schliesst User mit Fantasie-Namen aus.
Facebook New York - Die Firma Nielsen, die in den USA TV-Reichweiten erhebt, will den Werbemarkt im Internet revolutionieren. Mit der Einführung von «Online Campaign Ratings» soll das Internet als Werbemarkt durch genauere Daten zur Reichweite und Wirksamkeit genauso attraktiv werden wie das Fernsehen. Der erste Partner des Projekts ist Datenkrösus Facebook. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Mountain View - Google+ versucht ... mehr lesen
Kochen: Jetzt auch bei Google+.
Page Speed via DNS verspricht ein Geschwindigkeitsplus von bis zu 60 Prozent.
Palo Alto - Google rüstet in den ... mehr lesen
Heute ist für das iPhone die lang ... mehr lesen
Die iPhone-App für Google+.
Google+, Google Maps, Google Earth, Google Street View, Android: Google reitet auf der Erfolgswelle.
San Francisco - Der ... mehr lesen
Social Media Der neue Facebook-Konkurrent Google+ wächst sehr schnell. Statistikspezialist Paul Allen erwartet, dass morgen, Mittwoch, die Zahl von 10 Mio. Usern geknackt wird. mehr lesen 
Premium Website Ranking
GLOBONET GmbH
Toggenburgerstrasse 26
9500 Wil SG
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das Google-Ranking ist entscheidend für geschäftlichen Erfolg im Internet.
Das Google-Ranking ist entscheidend für geschäftlichen ...
Publinews Wer sich die Mühe macht, eine Website zu betreiben, möchte auch die Früchte seiner Arbeit ernten, indem er eine möglichst hohe Zahl an Besuchern erreicht. Doch das ist kein Selbstgänger; stattdessen ist es unumgänglich, dass er für seine Site die entsprechenden Massnahmen ergreift, damit viele Menschen diese bei Google und Co. finden. mehr lesen  
Publinews Sie führen ein kleines oder mittelständisches Unternehmen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie bereitwillig auf ... mehr lesen  
Bei der SEO Optimierung wird zwischen der Offpage- und der Onpage-Optimierung unterschieden.
Der 1. Platz im Google Ranking ist für viele Unternehmen das anvisierte Ziel.
Publinews Heutzutage führt kein Weg an der Suchmaschinenoptimierung vorbei. Egal ob Sie ein grosses Unternehmen mit vielen Mitarbeitern führen, oder sich grade als Start-Up ... mehr lesen  
Publinews Seit 1989 existiert das moderne Internet bzw. World Wide Web. Nur neun Jahre später ging Google live und ... mehr lesen  
Eine professionelle SEO Optimierung hat immer das Ziel, eine Webseite im Ranking zu verbessern.
Hera kann leer etwa eine Stunde lang fliegen, mit einer 2,5 Kilo schweren Kamera etwa 46 Minuten.
eGadgets Faltbare Drohne kann 15 Kilogramm transportieren Realtime Robotics, ein Drohnenhersteller ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 10°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Basel 12°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 10°C 21°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 10°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten