Home nun auch in der Schweiz verfügbar

Google lässt Facebook in die erste Reihe bei Android

publiziert: Mittwoch, 17. Apr 2013 / 15:28 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 17. Apr 2013 / 15:43 Uhr
Für Facebook ist Home eine zentrale Säule der neuen mobilen Strategie.
Für Facebook ist Home eine zentrale Säule der neuen mobilen Strategie.

Google wird nicht gegen die neue App Facebook Home vorgehen, mit der sich das Online-Netzwerk in den Vordergrund auf Android-Geräten drängt. Das sagte Verwaltungsratschef Eric Schmidt auf einer Konferenz des Technologieblogs All Things D in New York. Die neue App steht jetzt auch in der Schweiz zur Verfügung - allerdings zunächst nur für eine handvoll Geräte.

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«So funktionieren nun einmal offene Systeme», betonte Schmidt in Bezug auf die Übernahme von Android-Handys durch Facebook. Facebook habe die Regeln gelesen und die Möglichkeiten ausgeschöpft. Die neue Software zeige die Möglichkeiten der Android-Plattform. Mit Facebook Home kann man sich unter anderem statt des üblichen Sperrbildschirms die Neuigkeiten seiner Facebook-Freunde anzeigen lassen. Ausserdem rückt mit ihr der Chatdienst des Online-Netzwerks in den Vordergrund, über den man in immer mehr Ländern auch telefonieren kann. Damit zieht die App die Aufmerksamkeit von Google-Diensten ab und verwandelt ein Android-Smartphone gewissermassen in ein Facebook-Handy.

Nexus 4 zunächst nicht unter unterstützten Geräten

Zunächst ist Facebook Home nur für ein halbes Dutzend neue Geräte verfügbar, es sollen aber schnell mehr werden. Allerdings gehört das aktuelle Flaggschiff-Handy von Google selbst, das Nexus 4, derzeit nicht dazu. Zugleich spricht Facebook jetzt auch mit Apple über eine noch tiefere Integration in iPhones und iPads. Ähnliche Verhandlungen gebe es auch mit Microsoft, sagte Facebooks Produktchef Adam Mosseri in einem Interview der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. «Wir haben ihnen gezeigt, was wir entwickelt haben und wir sind in fortlaufenden Gesprächen.»

Die nächste Version von Facebooks App für Apple-Geräte enthält die verbesserte Chat-Anzeige, bei der Hinweise auf Nachrichten von Freunden am Bildschirmrand auftauchen, wie Facebook-Technikchef Mike Schroepfer auf der All-Things-D-Konferenz ankündigte. Allerdings erscheinen die runden Symbole nur während die App läuft - und nicht wie bei Facebook Home für Android auch wenn man gerade andere Anwendungen nutzt.

Facebook will mit Apple zusammenarbeiten

Da Android ein offenes System ist, konnte das Online-Netzwerk Facebook Home im Alleingang entwickeln. In der iPhone-Welt ist das nicht möglich, weil das iOS-Betriebssystem fest in der Hand von Apple liegt, betonte Chefentwickler Cory Ondrejka schon bei der Ankündigung der App. «Der einzige Weg, wie man einen Dienst tiefgreifend auf iPhone und iPad integrieren kann, ist, mit Apple zusammenzuarbeiten», sagte er der dpa. Ähnliche Verhandlungen gebe es auch mit Microsoft, sagte Facebooks Produktchef Adam Mosseri in einem Interview der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. «Wir haben ihnen gezeigt, was wir entwickelt haben und wir sind in fortlaufenden Gesprächen.»

Für Facebook ist Home eine zentrale Säule der neuen mobilen Strategie. Immer mehr der über einer Milliarde Mitglieder greifen auf den Dienst inzwischen von Smartphones und Tablets zu. Facebook muss es schaffen, in grossen Stil Geld mit Werbung auch auf diesen Geräten zu verdienen. Das ist entscheidend für die finanzielle Zukunft des Online-Netzwerks und den schwächelnden Aktienkurs. Zuletzt kam rund ein Viertel der Anzeigenerlöse aus dem mobilen Geschäft.

Yahoo findet Facebook Home gut

Facebook Home ist derzeit werbefrei. Facebook hat aber bereits angedeutet, dass künftig dort auch Werbung erscheinen soll. Bei den Nutzern stösst die App indes auf wenig Begeisterung. Sie kommt derzeit im Play Store auf eine Bewertung von 2,3 von 5 Punkten. Lob kam indes von ungewohnter Seite. Yahoo-Chefin Marissa Mayer sagte in einer Telefonkonferenz: «Wir haben nichts anzukündigen derzeit, aber wir möchten Facebook ein Lob aussprechen. Wir denken, es ist eine wirklich grossartige Idee und ein richtig nettes Produkt.»

(Thorsten Neuhetzki/teltarif.ch)

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