«Grand Slam» für Kostelic

publiziert: Sonntag, 15. Jan 2006 / 12:51 Uhr

Janica Kostelic hat ein weiteres Stück Weltcup-Geschichte geschrieben. Die Kroatin gewann in Bad Kleinkirchheim auch den Super- G und ist so die vierte Fahrerin, die in allen Disziplinen Siege aufweist. Nadia Styger wurde Fünfte.

Janica Kostelic profitierte auch vom Fahrfehler Anja Pärsons.
Janica Kostelic profitierte auch vom Fahrfehler Anja Pärsons.
Am Samstag hatte sie ihre erste Weltcup-Abfahrt gewonnen, nun war Janica Kostelic erstmals auch im Super-G nicht zu schlagen. Die Kroatin machte ihren neuesten Coup praktisch aus dem Nichts perfekt. In den bisherigen drei Super-G des Winters war sie über die Ränge 17 und 22 (zweimal) nicht hinaus gekommen, im Super-G war sie im Weltcup bislang erst einmal, als Zweitplatzierte im November 2002 in Aspen (USA), unter die ersten drei gefahren.

Auch für Janica Kostelic selber kam dieser Triumph überraschend; noch kurz vor dem Start hatte sie die Chance, den «Grand Slam» an diesem Wochenende perfekt zu machen, als unrealistisch eingeschätzt. Im Super-G fühle sie sich noch zu wenig gefestigt, hatte sie die entsprechende Frage beantwortet.

Doch Janica Kostelic warf auf der Piste die (eigenen) Prognosen einmal mehr über den Haufen -- wie an den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City, wo sie den Siegen im Slalom und in der Kombination völlig überraschend Gold im Riesenslalom und Silber im Super-G hinzufügte, oder an der WM 2005 in Bormio/Santa Caterina, wo sie neben dem Slalom und der Kombination auch die Abfahrt für sich entschied.

Siege in allen vier (Einzel-)Disziplinen hatten zuvor erst die Österreicherin Petra Kronberger sowie die Schwedinnen Pernilla Wiberg und Anja Pärson realisiert. Zusammen mit Kronberger und Wiberg gehört Janica Kostelic dem noch exklusiveren Zirkel jener Fahrerinnen an, die dazu auch noch zumindest einmal in der Kombinationsprüfung gewonnen haben. Janica Kostelic steht auch in Bezug auf die Anzahl Weltcup-Siege nun auf einer Stufe mit Pernilla Wiberg, die es (wie die Schweizerinnen Lise-Marie Morerod und Marie- Theres Nadig) auf 24 erste Plätze gebracht hat.

Nadia Styger verpasste das Podest um 27 Hundertstel. Im obersten Abschnitt war die Schwyzerin noch elf Hundertstel schneller als die nachmalige Siegerin unterwegs gewesen. Fränzi Aufdenblatten musste nach ihren gelungenen Auftritten in der Abfahrt mit den Rängen 3 und 5 mit Platz 20 einen leichten Rückschlag in Kauf nehmen. Gar nicht am Start war Sylviane Berthod. Die Walliserin musste wegen heftigen Rückenschmerzen verzichten.

Die Österreicherinnen Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer belegten mit einem Zehntel Rückstand gemeinsam Platz 2 und hielten derart die fantastische Serie der ÖSV-Fahrerinnen aufrecht. In den nunmehr vier Super-G des Winters beanspruchten die Österreicherinnen nicht weniger als neun der zwölf Podestplätze für sich. Meissnitzer hatte zum Auftakt in Lake Louise (Ka), Dorfmeister Mitte Dezember in Val d´Isère dominiert.

Den Triumph von Janica Kostelic in Bad Kleinkirchheim hätte aber eine andere wohl verhindert: Anja Pärson lag bei der letzten Zwischenzeit um 39 Hundertstel voraus, fuhr dann aber wie tags zuvor in der zweiten Abfahrt an einem Tor vorbei.

Resultate:
1. Janica Kostelic (Kro) 1:09,41. 2. Alexandra Meissnitzer (Ö) und Michaela Dorfmeister (Ö) 0,10 zurück. 4. Kirsten Clark (USA) 0,22. 5. Nadia Styger (Sz) 0,37. 6. Tina Maze (Sln) 0,62. 7. Libby Ludlow (USA) 0,75. 8. Marlies Schild (Ö) 0,77. 9. Elisabeth Görgl (Ö) 0,80. 10. Silvia Berger (Ö) 0,82. 11. Kathrin Wilhelm (Ö) 0,86. 12. Chemmy Alcott (Gb) 0,94. 13. Julia Mancuso (USA) 0,96. 14. Ingrid Jacquemod (Fr) 0,97. 15. Angelika Grüner (It) 0,98. Ferner: 20. Fränzi Aufdenblatten (Sz) 1,25. 35. Carmen Casanova (Sz) 2,74. -- Ausgeschieden u.a.: Anja Pärson (Sd), -- Nicht gestartet: Sylviane Berthod (Sz).

(fest/Si)

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