Grenchen: Opfer erstickt und erschossen
publiziert: Freitag, 12. Jun 2009 / 15:37 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Jun 2009 / 16:11 Uhr

Grenchen - Beim dreifachen Tötungsdelikt von Grenchen stehen die Todesursachen fest. Zwei der Opfer kamen durch Ersticken ums Leben. Das dritte wurde mit einer Faustfeuerwaffe erschossen. Dies ergaben die Abklärungen des Instituts für Rechtsmedizin in Bern.

Die Polizei ermittelt nach wie vor in alle Richtungen.
Die Polizei ermittelt nach wie vor in alle Richtungen.
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Die Tatzeit dürfte zwischen dem frühen Freitagabend letzter Woche und kurz nach Mitternacht liegen, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte. Zwei der Gewaltopfer waren gefesselt und mit einem Plastiksack über dem Kopf gefunden worden.

Opfer des Gewaltverbrechens wurden ein 60-jähriger Mann, dessen 55-jährige Ehefrau sowie die 35-jährige Tochter des Paares. Die Getöteten waren am Samstag entdeckt worden.

Im Büro der getöteten Familie wurde ein fünfstelliger Euro-Betrag sichergestellt, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Umfeldabklärungen gestalteten sich schwierig, weil die getötete Frau diversen Aktivitäten nachgegangen sei und ein sehr grosses Beziehungsnetz gepflegt habe.

In Schenkkreisen engagiert

Die Frau sei in Schenkkreisen engagiert gewesen, in einer Organisation namens «dr Club» und im Vertrieb von Bios Life Produkten. Daneben habe das Ehepaar Reiki-Veranstaltungen organisiert und das Hauswartsamt versehen.

Im Verlauf der Ermittlungen hatte die Kantonspolizei Solothurn drei Personen vorübergehend festgenommen und befragt. Zwei von ihnen konnten innerhalb von 24 Stunden, eine weitere innerhalb von 48 Stunden wieder entlassen werden. Seit Mittwochabend sind keine Personen mehr in Gewahrsam.

Die Sonderkommission der Kantonspolizei Solothurn ermittelt in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft nach wie vor in alle Richtungen. Die im Zuge der aufwendigen Spurensicherung bisher gesicherten Spuren werden fortlaufend ausgewertet.

(ht/sda)

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