Griechenland: Sparplan soll Arme ausklammern

publiziert: Montag, 3. Mai 2010 / 14:01 Uhr

Athen - Die griechische Regierung will die sozial Schwächsten der Gesellschaft vor dem rigiden Sparkurs in Schutz nehmen. Für sie solle ein Sicherungsnetz gespannt werden, sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou.

Will eine gerechte Gesellschaft: Ministerpräsident Giorgos Papandreou.
Will eine gerechte Gesellschaft: Ministerpräsident Giorgos Papandreou.
8 Meldungen im Zusammenhang
Das oberste Anliegen seiner Regierung sei es, eine «gerechte Gesellschaft» zu schaffen, sagte Papandreou. Er stellte zusammen mit Präsident Karolos Papoulias den Sparplan vor. Dieser ist Bedingung für die Hilfen von Euro-Ländern und Internationalem Währungsfonds (IWF).

Er sei «sicher», dass die Bürger dem Sparplan positiv gegenüber stünden, entgegnete Präsident Papoulias, dessen Amt lediglich mit repräsentativen Funktionen ausgestattet ist.

Griechen müssen sparen

Athen hatte sich am Wochenende damit einverstanden erklärt, im Gegenzug für die Finanzhilfen rund 30 Milliarden Euro einzusparen. Dazu sollen die Renten und die Löhne im öffentlichen Dienst gekürzt werden. Zudem ist eine Erhöhung des Rentenalters sowie der Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent geplant.

Für Mittwoch haben die griechischen Gewerkschaften zu einem weiteren Generalstreik gegen den drakonischen Sparplan aufgerufen. Es ist bereits der dritte innerhalb weniger Monate.

Hilfe von Deutschland

Die deutsche Regierung brachte derweil die Milliarden-Hilfen für Griechenland auf den Weg. Das Kabinett beschloss in Berlin den deutschen Anteil an den Notfall-Krediten von rund 22,4 Milliarden Euro, wie aus Regierungskreisen verlautete.

Am Freitag sollen Bundestag und Bundesrat per Eilverfahren dem Gesetz zustimmen. Es soll dann möglichst rasch von Bundespräsident Horst Köhler unterzeichnet werden, damit es in Kraft treten kann.

Insgesamt soll das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland bis zum Jahr 2012 Notfall-Kredite von bis zu 110 Milliarden Euro erhalten. Auf die Euro-Staaten sollen davon 80 Milliarden Euro entfallen, auf den Internationalen Währungsfonds (IWF) insgesamt 30 Milliarden.

(sl/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Nach den gewaltsamen ... mehr lesen
Die beiden grossen Gewerkschaftsverbände kündigten eine Demonstration vor dem Parlament an.
Athen - In Griechenland sind die Proteste gegen das Sparprogramm der Regierung eskaliert: Demonstranten setzten während des Generalstreiks eine Bankfiliale im Zentrum Athens in Brand. Drei ... mehr lesen 3
Athen - In Griechenland weiten sich ... mehr lesen 3
Griechenland kommt nicht zur Ruhe. (Foto einer vorausgegangenen Demonstration)
Die 690 Millionen Franken würden aus IWF-Devisenreserven der Nationalbank stammen.
Bern - 690 Millionen Franken: Soviel beträgt theoretisch der Schweizer Anteil am IWF-Hilfspaket von 30 Milliarden Euro für Griechenland. Das Geld würde aus Devisenreserven der ... mehr lesen
Frankfurt - Mit einer beispiellosen ... mehr lesen
Der Schritt sei unschön für die EZB, aber unvermeidlich.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel telefonierte mit US-Präsident Barack Obama.
Berlin - Die Griechen müssen sich im Kampf gegen eine Staatspleite auf drakonische Einschnitte und einen schärferen Sparkurs einstellen. Zu den Auflagen für das Milliarden-Hilfspaket ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien 2022.
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien ...
Publinews Während die Politiker über Klimaschutz reden, nehmen sie selbst immer noch an vielen Flugreisen teil, was zu einer hohen CO2-Belastung führt. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die CO2-Sünden der Staatschefs. mehr lesen  
Als Peter Achten am 26. März verstorben ist, ging einer der grossen Journalisten der Schweiz von uns. Ein Journalist, der, als news.ch noch aktiv publizierte, auch sechs Jahre für VADIAN.NET tägig war und zwischen ... mehr lesen
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen ... mehr lesen  1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 5°C 6°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Basel 6°C 8°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
St. Gallen 3°C 4°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Bern 5°C 6°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Hochnebel
Luzern 5°C 6°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Genf 5°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 6°C 7°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten