Griechische Schüler und Studenten protestieren weiter

publiziert: Montag, 7. Dez 2009 / 20:10 Uhr

Athen - In der griechischen Hauptstadt Athen ist es ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines Jugendlichen auch am dritten Tag in Folge zu Krawallen gekommen. Die Ausschreitungen waren jedoch weniger heftig als am Wochenende.

Die Demonstranten warfen Brandsätze aus einem verbarrikadierten Gebäude. (Archivbild)
Die Demonstranten warfen Brandsätze aus einem verbarrikadierten Gebäude. (Archivbild)
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In der griechischen Hauptstadt Athen ist es ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines Jugendlichen auch am dritten Tag in Folge zu Krawallen gekommen. Die Ausschreitungen waren jedoch weniger heftig als am Wochenende.

Die meist jugendlichen Randalierer schleuderten Steine und Stöcke auf Polizisten, zerstörten Autos und Bushaltestellen. Die 300 Vermummten hatten sich zuvor unter eine Gruppe von rund 5000 friedlich demonstrierenden Schülern und Studenten gemischt.

Brandsätze

Anschliessend verbarrikadierten sie sich im Athener Polytechnikum, von wo aus sie von mehrfach Brandsätze auf die Strasse warfen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Am frühen Abend entspannte sich die Lage wieder.

Die übrigen Demonstranten zogen in einem Protestmarsch zum Parlament, um ihrem Ärger Luft zu machen. Dieses Mal hatte die Polizei das historische Rektoratsgebäude im Zentrum der Stadt weiträumig abgesperrt. Am Vortag hatten dort Krawallmacher schwere Schäden angerichtet und den Rektor der Universität am Kopf verletzt.

Polizei in höchster Alarmbereitschaft

Hintergrund ist der Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel vor einem Jahr. Es wird befürchtet, dass Demonstranten erneut die Gelegenheit nutzen könnten, um den dritten Tag in Folge zu randalieren. Die Polizei blieb aus diesem Grund in höchster Alarmbereitschaft. Über 10'000 Polizisten sind seit Samstag im Einsatz.

Nach dem Tod des Jugendlichen am 6. Dezember 2008 war Griechenland von einer beispiellosen Welle der Gewalt überzogen worden. Insgesamt wurden bislang 300 Menschen in Gewahrsam genommen, 130 davon wurden festgenommen und der Staatsanwaltschaft vorgeführt.

(fest/sda)

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